zweites Rennen am Rennsteig


Pech am Rennsteig

 

Nach dem Gesamtsieg aus dem Vorjahr und ein paar Modifikationen am Martini nach dem letzten Rennen, fuhr ich mit grosser Erwartung und Zuversicht zum Rennsteigrennen.

 

Am Freitagabend konnten wir unsere Autos an einem ¼-Meilen-Beschleunigungsrennen den Zuschauern präsentieren und Probe fahren. Als Fahrer war das nicht gerade sonderlich interessant, aber für die Zuschauer in der Abenddämmerung doch sehr spektakulär…

 

Am Samstag in der Früh, kam dann auch pünktlich auf das erste Training der Regen. Hoch motiviert, aber doch mit gewisser Vorsicht nahm ich die 3 950m lange Strecke mit den neuen Marangoni- Regenreifen unter die Räder. Nach gut der halben Strecke hatte ich ein gutes Gefühl mit den Reifen aufgebaut und schon unterlief mir der Fehler!

 

Bei Posten 21, beim herausbeschleunigen aus einer langen Linkskurve, verlor ich die Kontrolle über das Heck und habe mich mit dem Martini von der Strecke gedreht und mich schlussendlich im angrenzenden Wassergraben wieder gefunden!

 

Mit grossem Glück ist dem Fahrer und dem Auto nichts passiert!

Im zweiten Training liess ich es dann ein wenig gemächlicher angehen, konnte aber trotzdem die zweitschnellste Zeit, hinter Uwe Lang, markieren. Für den dritten Trainingslauf montierten wir nochmals die Avon-Regenreifen und prompt fand ich mich, in diesem Lauf, nur an vierter Stelle wieder.

 

Am Sonntagmorgen konnten wir uns dann endlich über einen blauen Himmel und eine trockene Piste freuen! Doch es stand uns keine leichte Aufgabe vor. Da wir alle Trainings vom Vortag auf nasser Strecke gefahren sind mussten wir uns auf die neuen Bedingungen erst wieder einstellen.

 

Ich war dann auch sehr gut unterwegs, was die Datenaufzeichnung auch bestätigte, bis zu „meiner“ Kurve! Von da weg lies sich der vierte Gang nicht mehr richtig einlegen und ich verlor doch einiges an Zeit. Im Ziel war meine Laufzeit aber doch gut genug für den zweiten Zwischenrang hinter Herbert Stenger und vor Uwe Lang!

 

Kurz vor dem zweiten Rennlauf begann es wieder leicht zu Regnen, was noch nicht weiter schlimm gewesen wäre. Aber als wir unten am Vorstart standen und die ersten Autos gestartet waren, begann es wie aus Kübeln zu schütten! Jörg Weidinger, aus unserer Klasse, hat das Ziel als einziger einigermassen trocken erreicht. Für uns war erst mal Räder wechseln und das Set-Up auf Regen umstellen angesagt, so gut es ging in der Schnelle…

 

Was schon aus dem Vortag zu befürchten war bestätigte sich jetzt. Mit den Avon- Regenreifen konnte ich lediglich die  fünftschnellste Laufzeit realisieren! Auf den dritten Wertungslauf bauten wir dann das Auto nochmals auf die Marangonis um, manch einer fragt sich hier, weshalb wir das nicht schon vorher gemacht haben? Der Umbau erfordert einen grösseren zeitlichen Aufwand und die Zeit fehlte uns einfach dazu.

 

Im dritten Lauf konnte ich so einigermassen an meine Performance anschliessen und hinter Stenger und Lang die drittbeste Zeit herausfahren. Jörg Weidinger war uns natürlich davon gefahren, was für mich Schlussendlich zum vierten Klassenrang führte.

 

So hoffe ich jetzt, dass ich an Pfingsten/Pfingstmontag beim Wolsfelder Bergrennen wieder zu den Top Leuten gehöre.

 

Bis bald…

Marcel Steiner

 

 

weitere Informationen zum Rennen könnt Ihr euch auf der Internetsite vom Veranstalter holen.

 

Rennsteig 2006

 

Resultate
⇒Gesammtklassement 2007
⇒Klassenergebnis 2007
⇒Gesammtklassement Training
⇒Klassenergebnis Training
⇒Zwischenklassement DBM 2007
Onboard Rennsteig
⇒Onboard Rennsteig 2006
Infos zur Rennstrecke

Streckenbeschreibung:

 

Mit gut 4 Kilometern Streckenlänge, einem sehr selektiven, hoch anspruchsvollem Streckprofil und einem Höhenunterschied von ca. 240 Meter zählt diese Strecke zu einer der interessantesten und mit 3950m auch die derzeit längste Deutschlands. Aus diesem Grund wurde seitens des Deutschen Motosportbundes die Prädikate einer “internationalen” Veranstaltung und eines “Laufes zur Deutschen Meisterschaft” verliehen. Nach dem Anbau von 1000 zusätzlichen Leitplanken auf der gesamten Rennstrecke, welche in 5 monatiger Teamleistung unter schwierigsten Witterungsbedienungen stattfand durften ab 2006 auch die Sportwagen sich den Berg stellen.