Saisonrückblick 2005




Der deutsche SWBC (Sprotwagen Berg Cup) hat sich der Förderung der Bergrennpiloten in der Königsklasse verschrieben. Mit acht international ausgeschrieben Veranstaltungen wurde nach einem möglichen Streichergebnis der Gesamtsieger dieser Kategorie ermittelt.

Durch ein international besetztes Starterfeld war eine erhöhte Attraktivität für Veranstalter und Zuschauer garantiert. Härteste  Podestkämpfe waren also vorprogrammiert.

Insgesamt meldeten sich 21 Fahrer zum Fight um die Krone an. Unter anderem der amtierende Meister "Herbert Stenger" und weitere deutsche Bergcracks wie Uwe Lang, Herbert, Leibach usw. es galt also ernst zu nehmende Konkurrenz von allen Seiten dabei zu haben.

In diesem Cup (SWBC) waren zwei aktive Mitglieder der Equipe Bernoise eingetragen. Der zweit platzierte des letztjährigen Sportwagen-Berg-Cups, Bruno Winkler und ich als Newcomer der Saison 2005 im Spotwagen-Berg-Cup auf unserem Martini MK 77.

Der erste Renntermin zum EBM-Lauf war die weit entfernte Steiermark an den Rechberg. Hier nahm ich als Equipe Bernoise Pilot gleich meinen ersten Streicher in Anspruch, denn unser neu aufgebauter Rennbus sollte zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht fertig sein.

Der Equipe Bernoise Pilot Bruno Winkler konnte mit dem gut eingestellten Stenger BMW, Marke Eigenbau wertvolle Punkte sammeln und belegte in der Klasse über 2000 ccm den 7. Rang in der Gr. CN.

 

Der SWBC pausierte bereits und erst nach 6 Wochen trafen sich alle im saarländischen Fell-Thomm zum 34. ADAC EBM-Lauf Trier wieder. Hier konnte ich erstmals mein Können der deutschen Konkurrenz vorführen.

Die gesamte europäische Elite war vertreten und legte die Messlatte sehr hoch an. Dies musste nicht nur ich, sondern auch der mehrfache Europabergmeister Herbert Stenger erkennen. Nach einem unsanften Ausritt hiess es für den 57jährigen Bayer 0 Punkte im Cup.

Bei hochsommerlichen Temperaturen pilotierte ich meinen Martini-BMW in einer  Gesamtzeit von 5.06.986 den neu asphaltierten Berg hinauf. Dies bedeutete am Schluss Rang sieben für mich und so konnte ich bereits meine ersten Punkte mit nach Hause nehmen.

Für die Schweizer Gruppe C Piloten war der 3. Lauf zum SWBC wiederum sehr weit entfernt. Dieser führte die hungrige Meute an den neu umgebauten Rundstreckenkurs " Schleizer Dreieck". Auf einem Teilstück von insgesamt 2,1 km bestritten die Bergpiloten ihr Rennen. Dieses Wochenende sollte uns gehören. Mit meinem Martini-BMW legte ich im 5. Wertungslauf mit einer Zeit von 0.48.82 sec. die absolute Rekordzeit auf den Asphalt.

Die neidlose Konkurrenz musste erkennen das diese Topzeit das Mass der Dinge war.

Nach nur 6. Läufen konnte ich meinen ersten Gesamtsieg der noch jungen Saison über die deutsche Top-Elite verbuchen. Der zweite Pilot im Stenger Team, Bruno Winkler, belegte mit einer Gesamtzeit von 5.04.58 den 6. Gesamtrang.

 

Am letzten Juli-Wochenende führte der Veranstalter des AvD-Hauenstein Bergrennens den 4. Lauf zur Meisterschaft aus. Alle waren gekommen, denn nun zeichneten sich erste Leader ab. Die Devise hiess nun, alle möglichen Punkte sammeln.

Da ich schon einen möglichen Streicher inne hatte, hiess die Mission, nur nicht ausfallen. Am Sonntagabend wurde zusammengezählt und ich fuhr einen 3. Platz in der Klasse der Sportwagen nach Hause.

Vor mir rangierten nur meine grössten Widersacher Stenger und Zajelsnik.

Für Bruno Winkler wars kein Erfolgreiches Wochenende, nach einem Bruch der Achswelle reiste der Aargauer ohne Punkte aus der Rhön zurück in die Schweiz.

 

Das 5. Zusammentreffen der SWBC Fahrer am Uphöfener Berg, dem legendären Osnabrücker Powerwochenende. Die Begeisterung der kühl wirkenden Norddeutschen war hier ungebrochen.

Zweifellos wird man stutzig bei dem Gedanken im hohen Norddeutschland eine

An diesem Wochenende entschied der Wettergott über Sieg oder Niederlage. Für die Koryphäe des deutschen Bergrennsports Herbert Stenger und den zu diesem Zeitpunkt noch führenden in der Deutschen Meisterschaft, Uwe Lang spielte der einsetzende Regen vor dem vierten und entscheidenden letzten Wertungslauf den beiden einen saftigen Strich durch die Rechnung.

Ich kam gerade noch mit trockenen Socken die 2,03 km lange Strecke hinauf und fuhr den Nachkommenden mit einer Tagesbestzeit von 1.03.349 regelrecht auf und davon. Zweiter Schweizer CN-Pilot wurde Bruno Winkler mit einem 4.Rang in der Wertungsklasse bis 3000 ccm.

 

Nun war es soweit. Zum Schweizer Debüt des AvD Sportwagenberg-Cups in den Hallauer Weinbergen teilten sich die Lager. Es wurden Prioritäten gesetzt. Jetzt zeigte sich, wer für die Punkte in der Deutschen Bergmeisterschaft in der Kategorie Rennsportfahrzeuge startete und wer den Sportwagen-Cup favorisierte.

Die Entscheidungen fielen und Stenger, Lang, Winkler und Julius Bernhard zog es an den bei Eisenach gelegenen Kyffhäuser. Somit waren die Favoriten für Oberhallau klar definiert, Steiner oder Zajelsnik?

Bei herrlichem Sommerwetter war am Sonntagmorgen die Überraschung perfekt. Nicht der heimische Publikumsliebling Marcel Steiner holte die Schäfchen bzw. die wertvollen Punkte ins trockene, sondern mein langjähriger Rundstreckenkollege Patrik Zajelsnik aus Freiburg. Somit hiess das Gesamtklassement 1. Zajelsnik mit vollem Punktetopf und ich als zweiter mit 00.09 sec Rückstand.

 

Die SWBC Saison neigt sich langsam ihrem Ende und wir reisen mit unserem Tross in Richtung Elsass nach Turkheim. Es ist der siebte von acht Veranstaltungen im diesem Cup.

Der September meint es gut mit uns und so können wir Turkheim zu eines unserer heissesten Wochenenden in dieser Saison zählen. Die anspruchsvolle Mutstrecke ist nicht jedermanns Sache und so trennt sich bald die Spreu vom Weizen. Bei der Endabrechnung kann ich als "Jüngling" des erfolgreichen Bergspezialisten  Heinz Steiner auf einen 5. Platz in der Gruppe C zurückblicken.

Schnellster Deutscher war wie gewohnt Renn Opa Herbert Stenger. Für den 36jährigen Teamkollegen von Stenger, Bruno Winkler war es ein Wochenende zum abhaken. Mit einem unzufriedenen 10. Platz musste er am Sonntagabend abreisen.

 

Zum letzten Mal hiess es ein lange Anfahrt in kauf nehmen zu müssen und nach Oberösterreich / St.Agatha bei Passau zu rollen. Eine solche durchorganisierte Veranstaltung findet man selten. In welchem Tempo die knapp 200 Starter die ultraschnelle Strecke hinaufpeitschen, unglaublich. Der teils neue Streckenbelag machte so manchen  Bergrennpiloten erhebliche Probleme. Die Platzierungen zeigten wieder einmal ein gewohntes Bild bei dem Stenger vor Lang rangierte. Ich als Equipe Bernoise Fahrer konnte der starken Konkurrenz Paroli bieten und rettete meine wertvollen Punkte ans trockene welche in der Schlussabrechnung Gold wert sein sollten. Bruno Winkler konnte sich mit einem 6. Klassenrang noch mal gut in Szene setzen.

 

Gut Ding braucht weile und deshalb konnte nach langer hin und her Rechnerei der Gesamtsieger des int. AvD Sportwagen-Berg-Cups 2005 erst nach 3 wöchiger Rechenpause ermittelt werden.

 

Somit gewann Marcel Steiner in seiner Premierensaison den AvD-Sportwagen-Bergcup 2005 vor Patrick Zajelsnick und Renn Opa Herbert Stenger, Bruno Winkler belegte den 7. Platz in der Gesammtwertung