Eschdorf






Saisonauftakt in Eschdorf

 

Nach anstrengenden Revisionsarbeiten durch den Winter am Martini- Chassis und am BMW- Motor und grossem Stress, bis alles fertig war, konnten wir am Mittwochabend endlich die Reise richtung Luxemburg antreten.

 

Nach gut der hälfte des Weges legten wir am Donnerstag einen Zwischenstopp ein, um den frisch revidierten BMW- Motor sachte einzufahren. Auf einer schönen, neuen und 3,5 Km langen Strecke konnte ich die ersten Kilometer 2008 abspulen. Das Auto lief auch gleich recht Problemlos. Nur an der Zündunterbrechung mussten wir eine kleine Feinabstimmung vornehmen. Am Nachmittag verlief dann alles ohne weitere Probleme und ich konnte noch ein wenig meinen Winterrost abfahren. Donnerstagabend fuhren wir dann weiter nach Eschdorf.

 

Den Freitag nutzten wir dann zum Einrichten, nochmals alles am Martini checken, Wagenabnahme und zur Streckenbesichtigung.

 

In Luxemburg beginnen die Veranstaltungen wohl nicht so früh, deshalb fand unser 1. Trainingslauf auch erst kurz vor Mittag statt.

 

Ich merkte aber sofort, Bergrennen ist nicht mit dem Rundstreckentest zu vergleichen! Das Auto lief einwandfrei, ich fühlte mich aber noch nicht so locker. Ich konnte mit 56.079 aber doch die drittschnellste Laufzeit der 24 gestarteten Gruppe C- Fahrzeuge realisieren.

 

Nur wenige Autos vor mir hatte es im 2. Training einem Teilnehmer den Motor zerrissen und eine Oelspur hingelegt. Beim Einlenken in Kurve 3 habe ich diese Oelspur auch genau erwischt und ein wenig langsamer gemacht. Mit 56.623 war ich dann auch nicht zufrieden, da die Konkurrenz wohl eine bessere Linie am Oel vorbei gefunden hat und mich recht distanziert hat.

 

Für den 3. Probelauf montierten wir dann einen anderen Satz Räder. Und prompt war ich mit 54.500 wieder recht gut bei der Musik. Bloss hatten wir unsere Karten damit weitgehend aufgedeckt und die Konkurrenz montierte dann zum Teil noch neue Reifen oder das beste Material.

 

Für Sonntag war der Zeitplan mit drei Rennläufen ziemlich identisch wie am Samstag.

 

Nach leichten Set- Up- Änderungen konnte ich meine Zeit vom Training mit 54.439 knapp unterbieten. Bloss reichte diese Zeit nur zu Zwischenrang 4!

 

Im 2. Rennlauf konnte ich mich Zeitmässig um rund eine halbe Sekunde auf 53.986 steigern, vom Rang her blieb ich aber hinter Cyrille Franz, Jacques Marchal und Jörg Weidinger auf dem 4.

 

Der 3. Wertungslauf verlief dann etwas zäh. Erst musste die Ambulanz in der Zielkurve einen Zuschauer abholen, dem es unwohl war, dann, kurz vor meinem Start, haben sich auf der Strecke zwei Teilnehmer gleichzeitig gedreht und das Rennen musste länger unterbrochen werden. Durch diese Unterbrechung wurde die Strecke am Abend schon recht kühl und die Zeiten konnten nicht mehr verbessert werden.

 

Mit 54.411 blieb ich auf dem 4. Klassenrang kleben.

 

Recht kompliziert zu verstehen und dadurch, dass Franz und Marchal nicht zur deutschen Meisterschaft gewertet werden, konnte ich durch meine konstanten Läufe die Führung in der deutschen Bergmeisterschaft und zum Sportwagen Berg Cup übernehmen. Durch die Revisionskosten im Winter konnte ich leider nicht genug neue Sponsoren finden, um mir die Saison zu sichern!

 

Am kommenden Wochenende werde ich nun alles daran setzten, meine Führung in den Meisterschaften zu verteidigen und, wenn möglich, auszubauen!

 

Bis bald…

Marcel

 

 

weitere Infos zum Rennen findet Ihr unter udp.motorsport.lu/wb/

 

Rangliste
⇒Klassenergebnis Training
⇒Gesamtklassement Training
⇒Klassenergebnis
⇒Gesamtklassement
Infos zur Rennstrecke

Streckenbeschreibung:

 

Die Strecke des "European Hill Race" gehört mit Sicherheit vom Belag (neuer Asphalt Ende 2003 über die gesamte Streckenlänge) und von den Sicherheitsbestimmungen her (vom Start bis zum Ziel doppelte Leitplanken) zu den besten Rennstrecken, die Luxemburg je im Motorsportkalender aufzuweisen hatte, und weit über die Grenzen hinaus ist auch keine vergleichbare Strecke zu finden.

 

Auf einer Länge von 1850 Metern, einer Breite von durchschnittlich 8 Metern und bei einem Höhenunterschied von 105 Metern finden die Fahrer 7 Links- und 4 Rechtskurven vor, davon 3 langgezogene Spitzkurven, aber auch ein extrem schnelles Geschlängel.