drittes Rennen am Rennsteig





Optimales Wochenende

Es war wieder einmal eine recht lange Reise an den Rennsteig in Thüringen.

Ich fahre aber eigentlich immer gerne zu diesem Rennen, weil die Organisation sehr gut und die Strecke schnell und anspruchsvoll ist. Nach acht Stunden Fahrt hatten wir es in den frühen Freitagmorgenstunden auch geschafft.

Am Freitag stand dann das normale Programm an, mit Fahrerlager einrichten, Streckenbesichtigung, Wagenabnahme usw.

Am Abend stand dann noch ein ¼- Meilen- Showevent an. Leider wurden wir wegen drohendem Regen nach nur einem Durchgang wieder ins Fahrerlager geführt.

Am Samstagmorgen wurden wir dann von der Sonne begrüsst und es stand uns ein schöner Trainingstag bevor.

Kurz vor Mittag waren dann auch wir mit dem 1. Trainingslauf an der Reihe. Ich wusste dann nicht so genau, was mich auf meiner ersten Fahrt mit dem neuen KW- Fahrwerk erwartet. Mit 1.45.112 habe ich mein persö¶nlich gestecktes Ziel auch knapp verfehlt, aber für den ersten Eindruck war ich doch zufrieden.

Für das 2. Training nahmen wir dann auch kleine Änderungen am Fahrwerk vor. Mit 1.42.023 konnte ich mich doch ordentlich steigern und Jürg Weidinger, Bernd Simon, Uwe Lang und ich lagen in diesem Lauf innerhalb einer halben Sekunde.

Im 3. Trainingslauf konnte ich dann mit 1.39.980 doch relativ deutlich Tagesbestzeit fahren, als einziger unter 1.41

Als ich am Sonntagmorgen um sieben noch eine kleine Streckenbesichtigung machte, kam der grosse Schock! Es hatte Nieselregen eingesetzt. Der ganze Trainingstag war für die Katz.

Die Rennleitung entschied sich dann, anstelle der drei Rennläufe, noch ein Trainings- und zwei Rennläufe auszutragen.

Etliche Teilnehmer nahmen das Zusatztraining wohl schon zu ernst und zerstörten ihre Fahrzeuge zum Teil stark. Es dauerte bis nach Mittag, bis wir dann an der Reihe waren und die Strecke wieder knapp abgetrocknet war. Die meisten "Cabrio"- Fahrer vertrauten aber doch noch auf Regenreifen. Uwe setzte auf Intermediates, Jürg und ich auf Trockenreifen. Weidinger riskierte dann auch am meisten und war mit 1.47.108 klar der Schnellste. Ich fuhr mit sicheren 1.51.802 die zweitschnellste Zeit.

Vor dem 1. Rennlauf zeigte sich dann ein wenig die Sonne und die Strecke trocknete ganz ab. Wir stellten den Martini wieder auf die erarbeitete Trockenabstimmung um. Lang, Weidinger und ich nahmen zudem alle mit neuen Reifen die erste Zeitenjagd in Angriff. Jürg Weidinger legte eine 1.39.007 vor und distanzierte Uwe Lang um 2 sec. Ich war als letzter Sieganwärter auf der Strecke und konterte mit 1.38.038, was zugleich auch neuen Streckenrekord bedeutete.

Auch der 2. Rennlauf glich einem Krimi! Erst mussten wir wegen einem Highspeed- Dreher von Bernd Simon unsere Motoren nochmals abstellen. Als ich dann schon auf der Stecke war, im schnellen unteren Teil, zwangen mich die Streckenposten mit der roten Flagge zum Stopp. Ich musste umdrehen und meinen Rennlauf nochmals beginnen. Zurück am Start wurde mir als Grund verschmutzte Strecke angegeben. Und auch die neue Rekordmarke durch Jürg Weidinger in 1.37.454 mitgeteilt. Dies forderte nochmals alles von mir! Ich hatte keinen ganz optimalen Start und einen Schaltfehler bis zur ersten Kurve. So schnell wollte ich mich aber nicht geschlagen geben und riskierte im oberen Streckenteil viel. Dies zahlte sich in 1.37.217 aus! Nochmals neuer Streckenrekord und Gesamtsieg am Rennsteig. Somit konnte ich meine Führungsposition in der Deutschen Bergmeisterschaft und dem Sportwagen Bergcup ausbauen.

Das nächste Rennen steht am 07.-08. Juni in Trier an.

Bis dahin alles gute
Marcel

Rennsteig 2006

Rennsteig 2007

Weitere Informationen zum Rennen könnt Ihr euch auf der Internetsite vom Veranstalter holen.

Resultate
⇒Gesammtklassement 2008
⇒Klassenergebnis 2008
⇒Gesammtklassement Training 2008
⇒Klassenergebnis Training 2008
⇒Zwischenklassement DBM 2008
⇒Motorsport Aktuell 27.05.2008
⇒Ergebnis Rennsteig 2008
Onboard Rennsteig
⇒Onboard Rennsteig 2006
Infos zur Rennstrecke

Streckenbeschreibung:

 

Mit gut 4 Kilometern Streckenlänge, einem sehr selektiven, hoch anspruchsvollem Streckprofil und einem Höhenunterschied von ca. 240 Meter zählt diese Strecke zu einer der interessantesten und mit 3950m auch die derzeit längste Deutschlands. Aus diesem Grund wurde seitens des Deutschen Motosportbundes die Prädikate einer “internationalen” Veranstaltung und eines “Laufes zur Deutschen Meisterschaft” verliehen. Nach dem Anbau von 1000 zusätzlichen Leitplanken auf der gesamten Rennstrecke, welche in 5 monatiger Teamleistung unter schwierigsten Witterungsbedienungen stattfand durften ab 2006 auch die Sportwagen sich den Berg stellen.