Oberhallau



Nervenkrieg in Oberhallau

 

 

 

Für einmal war alles ein wenig anders... Ich reiste erst am Freitagabend nach Feierabend mit meinem Mechaniker Marcel Egli und als letzter der Top-Piloten nach Oberhallau.

 

Trotzdem waren wir schon gut vorbereitet und alles war eingerichtet. Denn mein Vater Heinz war bereits am Mittag losgefahren und hat mit meiner Freundin Corinne alles erledigt.

 

Kurz vor dem Eindunkeln hat es für mich dann noch zu einer kurzen Streckenbesichtigung gereicht.

 

Gespannt war zudem zu erwarten, wie sich meine Dauerrivalen Uwe Lang und Jörg Weidinger auf der zum Teil unbekannten Strecke schlagen würden.

 

 

 

Im 1. Trainingslauf wollte ich noch nicht mein ganzes Potential aufdecken und ich hielt mich im oberen Streckenteil zurück, was eine Laufzeit von 1.18.59 ergab. Uwe folgte mir in 1.18.60 dicht und Jörg machte in 1.19.05 seine erste Bekanntschaft. Nicht zu vergessen waren natürlich Martin Kindler und Jean-Jacques Dufaux in ihren Formel 3000-Boliden mit 1.20er- und 1.18er-Zeiten.

 

Auch im 2. Training habe ich nochmals das gleiche Spiel durchgezogen und kam lediglich auf 1.18.12, wobei Lang bereits auf 1.16.45 kam und Weidinger auf 1.18.79. Meine Taktik flog aber dann durch einen früher gestarteten und gut aufpassenden Fahrer auf. Somit fuhr ich im 3. Trainingslauf voll bis ins Ziel und markierte in 1.16.15 die Trainingsbestzeit für diesen Samstag. Uwe wurde mit 1.16.57 minimal langsamer und Jörg steigerte sich noch auf 1.17.37.

 

Die beiden Formel 3000-Piloten blieben ein wenig unter den Erwartungen, wobei sie für den Renntag sicher nicht zu unterschätzen waren!

 

 

 

Nach genauem Studium der Datenaufzeichnung machten wir auf den Renntag die Getriebeübersetzung noch ein wenig schneller. Dafür musste ich mich aber im 1. Rennlauf anständig in den Hintern zwicken und die erste Rechtskurve auch wirklich Vollgas fahren, damit sich die Arbeit auszahlt. Ich habe dies dann auch, zum ersten Mal überhaupt, geschafft und konnte trotz eines Fehlers im Mittelteil eine Zeit von 1.15.42 fahren. Uwe folgte in 1.16.05 und Jörg in 1.16.26. Bloss Dufaux war in 1.14.88 einen Wimpernschlag schneller als ich.

 

Weil ich mit einer höheren Geschwindigkeit der Motoren-Drehzahl wieder am Anschlag war, mussten wir die Getriebeübersetzung ein weiteres Mal anpassen. Dies zahlte sich im 2. Rennlauf in 1.14.71 mit einem neuen Streckenrekord für CN-Fahrzeuge aus. Lang und Weidinger fuhren beide mittlere 1.15er-Zeiten und Dufaux 1.14.83, Kindler war mit konstanten 1.16er-Zeiten bereits abgeschlagen zurück.

 

Somit war ich für den 3. Wertungslauf zurück im Geschäft um den Tagessieg. Weil nur die zwei Besten der drei gefahrenen Rennläufe zur Tageswertung zählten, begann zwischen Jean-Jacques Dufaux und mir ein Nervenkrieg, welcher den letzten Lauf nun besser hinkriegt! Ich legte 1.14.92 vor und übernahm somit in der Addition um 0,08 sec die Führung. Weil ich früher gestartet war, galt es für mich jetzt abzuwarten, was Dufaux leisten kann. Jean-Jacques verabschiedete sich dann in der letzten Spitzkehre mit einem Dreher aus dem Rennen und somit war mein 5. Gesamtsieg im 2008 erreicht.

 

 

 

Da dieses Rennen zum AvD-Sportwagen-Bergcup zählte, konnte ich da meine Führung auf 16 Punkte ausbauen.

 

Das nächste Rennen steht mit dem Heimrennen bereits am 06. / 07. September am Gunigel an!

 

 

Bis bald…

Marcel

 

 

 

Fotos folgen in den nächsten Tagen....

 

Rangliste
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