Eichenbühl







3. Gesamtsieg in drei Wochen

 

Innert drei Wochen war das Rennen in Eichenbühl nun schon das dritte Rennen am Stück. Der Martini funktioniert momentan ausgezeichnet, ich fühle mich sehr wohl im Auto und zusammen gibt dies eine sehr erfolgreiche Kombination. Ich will es vorwegnehmen, auch Eichenbühl war nach Gurnigel und Oberhallau wieder sehr erfolgreich! Aber alles erstmal der Reihe nach…

 

Wie gewohnt reisten wir bereits am Donnerstagabend die 470 Km nach Unterfranken und erreichten das Fahrerlager etwa um halb zwei in der Nacht. Am Freitag stand das übliche Programm an mit Zelt aufstellen, einrichten, Steckenbesichtigung und Wagenabnahme.

Der 1. Trainingslauf verzögerte sich dann schon wieder enorm, da das Teilnehmerfeld prall gefüllt war und die Streckensicherung schon früh mit vielen Unterbrüchen und Unfällen zu kämpfen hatte. Um die Mittagszeit konnten wir dann doch mal antreten. Gleich nach dem Start konnte ich nicht in den 2. Gang schalten, was mich gleich 0,6 sec kostete und auch sonst musste ich mich an die neue Getriebeübersetzung gewöhnen. So war ich mit meiner Zeit von 1.15.72 doch recht zufrieden. Uwe Lang fuhr mit neuen Reifen eine 1.15.15 und Jörg Weidinger eine 1.14.90. Im 2. Training testete ich dann neue Reifen von Avon, steigerte mich auf 1.14.03, dies obwohl die Vorderreifen im unteren Teil noch nicht den optimalen Grip boten. Jörg legte bereits 1.13.37 vor und Uwe kam auf 1.14.52. Auf den 3. Trainingslauf nahmen wir einige Änderungen am Fahrwerk vor und montierten zum Vergleich nochmals die Marangoni-Reifen. Ich erreichte damit eine 1.14.14, mir fehlten aber 8 km/h an Topspeed. Dieser ist aber gerade in Eichenbühl sehr wichtig. Die anderen wurden meist langsamer, Weidinger erreichte noch 1.14.28 und Lang 1.15.06.

 

Der Sonntagmorgen begrüsste uns sehr kalt und leicht bewölkt. Auch bis zu unserem 1. Rennlauf wurde es nicht sehr viel wärmer. Den untersten Teil der Strecke erwischte ich nicht ganz optimal, zudem hatte ich im oberen Abschnitt noch zweimal Probleme mit dem Getriebe, was mich alles in allem 0,9 sec gekostet hat. Ich konnte dennoch 1.13.93 fahren, hatte aber auf Jörg Weidinger einen Rückstand von 0,6 sec. Uwe Lang hatte gleich am Start einen Antriebswellenschaden. Für den 2. Wertungslauf reparierten wir den sequentiellen Teil des Getriebes und nahmen nochmals kleine Set-Up-Änderungen vor. Dies zahlte sich in 1.12.38 dann auch gleich in einem neuen, um eine Sekunde tieferen Streckenrekord aus. Jörg entledigte sich kurz vor dem Ziel seiner Heckverschalung und fuhr trotzdem noch 1.13.28.

Kurz vor dem 3. Rennlauf begann es dann immer wieder leicht zu regnen, die Stecke wurde aber nie richtig nass. Somit konnten wir nochmals richtig angreifen. Ich musste dies auch, da mein Vorsprung im Gesamtklassement auf Weidinger bloss 0,3 sec betrug. Der untere, kurvige Teil der Strecke bot aber nicht mehr die gleich gute Haftung und auch sonst lief es mir nicht mehr ganz so gut wie im vorangegangenen Lauf. Jörg erreichte aber bloss 1.13.80, somit konnte ich in 1.13.13 meinen Vorsprung ausbauen und meinen dritten Tagessieg in Folge feiern.

 

Den Rückstand in der Deutschen Bergmeisterschaft, der mir Jörg Weidinger durch seine Teilnahme am Kyffhäuser Bergrennen eingebrockt hat, kann ich aus eigener Kraft nicht mehr aufholen. Man erfährt zwar nichts Konkretes, aber ein Verfahren beim DMSB ist wohl am laufen. Im Sportwagen Berg-Cup konnte ich den Vorsprung konservieren.

 

In drei Wochen, am 3. + 4. Oktober, findet in Mickhausen bereits wieder das letzte Rennen dieser Saison statt.

 

 

Bis bald…

Marcel

 

 

Weitere Infos zum Eichenbühlrennen und Sonstiges unter www.bergrennen-unterfranken.de

 

 

 

 

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