Oberhallau









Zum dritten Mal in Folge

 

Nach fast einem Jahr im Ausland war es schön, wieder mal in der Schweiz zu fahren. Mein Team reiste schon am Donnerstagabend nach Oberhallau. Ich habe am Freitag noch gearbeitet und konnte dann am Abend sozusagen ins gemachte Nest nachreisen.

 

In der Schweiz beginnen die Veranstaltungen für uns ungewohnt früh am Morgen. Unser 1. Trainingslauf war auf zehn Uhr angesetzt. Ich fühlte mich eigentlich gleich wohl auf der Strecke und konnte, zu meiner eigenen Überraschung, in 1.14.91 auch gleich überlegen Bestzeit fahren. Diese Zeit war nur 0,2 sec langsamer als mein Streckenrekord für CN- Fahrzeuge aus dem Vorjahr.

Im 2. Probelauf ging dann unsere Reifentesterei weiter. Avon-bereift konnte ich mich nochmals ein wenig steigern und in 1.14.45 bereits eine Zeit unter meiner Bestmarke realisieren. Uwe Lang und die schnellsten Rennwagenfahrer folgten mit Respektsabstand.

Für das 3. Training setzte ich dann nochmals auf die Marangoni-Reifen und einigen kleinen Set-Up-Änderungen. Ich musste mit diesen Reifen und dem Auto zwar mehr arbeiten, dennoch gelang mir eine schon fast unglaubliche 1.13.93 und somit absolute Trainingsbestzeit.

 

Der Sonntagmorgen präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein, mit 10°C aber doch sehr kühl. Viele Fahrer schienen an diesem Morgen doch allzu sehr motiviert und stopften gleich reihenweise ihre Rennwagen in die Leitplanken. Dieser 1. Rennlauf zog sich dann auch bis nach der Mittagspause hin. Erst gegen halb zwei und mit drei Stunden Verspätung konnten wir dann unseren Lauf unter die (Avon)- Räder nehmen. Mir gelang nach der langen Warterei eine gute, aber nicht ganz optimale Fahrt. In 1.14.03 konnte ich dennoch die Bestzeit markieren, 0,5 sec vor Jean-Jacques Dufaux im leistunstärkeren Formel 3000 und eine Sekunde vor Florian Lachat und Uwe Lang.

Der 2. Rennlauf ging dann relativ zügig voran. Mir gelang ein wohl nahezu perfekter Lauf und in 1.13.39 konnte ich mich nochmals massiv steigern und den Streckenrekord für unsere Fahrzeuggruppe erneut runterschrauben. Auch in der Addition konnte ich den Vorsprung auf Dufaux auf 1,3 sec und Lachat und Lang auf 2,2 sec ausbauen.

Wegen den massiven Verzögerungen aus dem ersten Rennlauf und der fortgeschrittenen Uhrzeit konnte leider kein dritter Rennlauf mehr durchgeführt werden. Somit stand mein dritter Tagessieg in Folge in Oberhallau fest.

 

Die aufmerksamen Leser haben es sicher gemerkt; ein Name ist in diesem Bericht noch nie erwähnt worden. Jörg Weidinger. Die ganze Geschichte hier niederzuschreiben, würde es wohl den Rahmen sprengen. Nur so viel: Jörg gab auch eine gültige Nennung für das Bergrennen in Oberhallau ab, zu welchem der Sportwagen Bergcup zählt. Weil aber kurzfristig doch genügend Fahrzeuge für das am selben Datum stattfindende Rennen am Kyffhäuser, was zur Deutschen Bergmeisterschaft gewertet wird, gefunden (erkauft) werden konnten, entschied Jörg sich kurzfristig (erst Mitte Woche vor Rennwochenende) für einen Start bei diesem Rennen. Somit hat er aber eine Doppelnennung vollzogen, worauf eine Sportstrafe zu verhängen ist. Nun gilt es für mich erst abzuwarten, wie die beiden Nationalen Verbände der Schweiz und Deutschland mit diesem regelwidrigen Fall umgehen.

 

Auf jeden Fall möchte ich am kommenden Wochenende am 5. - 6. September um einen weiteren Tagessieg mitkämpfen und ich hoffe, dass ich meinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen kann.

 

Bis bald…

Marcel

 

 

Fotos folgen in den nächsten Tagen....

 

Rangliste
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