Osnabrück










Mit einem 2. Platz die Führung in der Meisterschaft ausgebaut

 

Es war wieder eine lange Anreise nach Osnabrück. Erst gegen halb fünf Uhr morgens erreichten wir das Fahrerlager nach knapp 800 Km Anreise. Tagwache war dann am Freitag nicht allzu früh. Nachdem wir unsere Zelte aufgeschlagen hatten, mussten wir noch einige Arbeiten am Martini ausführen und nach Streckenbesichtigung und Wagenabnahme war der Nachmittag dann auch schon wieder rum.

 

Mit strahlendem Sonnenschein wurden wir am Samstagmorgen geweckt und schon bald herrschten sommerlich warme Temperaturen. Für mich stand ein strammes Reifentestprogramm an. Im 1. Trainingslauf fuhr ich nochmals die schon am Hauenstein getesteten Avon- Reifen. Diese legten aber ein nicht sonderlich befriedigendes Fahrverhalten an den Tag und ich konnte die zweitschnellste Zeit mit 57.874 fahren, 0.2 sec hinter Jörg Weidinger und 0.4 sec vor Uwe Lang.

Im 2. Trainingslauf fuhr ich meine neuen Marangoni- Reifen für das Rennen an. Nach dem Start beim Schalten vom 1. in den 2. Gang fand ich aber lange keinen Gang, was mich gleich rund 2.5 sec kostete und ich in 59.402 ziemlich abgeschlagen war.

Für den 3. Probelauf schnallten wir nochmals neue Testreifen von Avon auf. Ich fuhr damit respektable 56.829, wobei Weidinger bereits bei 56.366 angelangt war.

Im 4. Training entschied ich mich für meine uralten Marangoni’s und einige Änderungen am Fahrwerk. Damit hatte ich ein gutes Gefühl zum Auto und Strecke und konnte in 56.163 Trainingsbestzeit erzielen.

 

Aus diesen Erkenntnissen entschied ich mich für den 1. Wertungslauf für meine neuen Marangoni- Reifen. Dies stellte sich aber schon bald als Fehler des Tages heraus! Denn schon beim Start kam ich nicht recht weg und in den ersten zwei Kurven hatte ich extremes Untersteuern. Somit erreichte ich bloss eine Zeit von 57.149, gegenüber dem neuen Streckenrekord von Jörg Weidinger in 55.274. Hinter mir war Guy Demuth mit dem einzigen Formel 3000 in 57.287 klassiert und Uwe Lang mit 58.889 doch schon ziemlich abgeschlagen Vierter. Mit 2 sec Rückstand und über 1 sec langsamer als im Training war ich natürlich masslos enttäuscht.

Nach langen Diskussionen und vielem hin und her entschied ich mich für den 2. Rennlauf, auf die Avon’s zu wechseln. Dies zahlte sich schon mit einem guten Start und auch sonst einer guten Fahrt aus, womit ich in 55.605 Laufbestzeit erzielen konnte. Leider bloss 0.05 sec schneller als Jörg, womit ich meinen Rückstand nicht wesentlich verkleinern konnte.

Auch im 3. Rennlauf liessen wir die Reifen drauf. Ich konnte mich nochmals minimal steigern und eine 55.563 realisieren, wiederum nur 0.06 vor Weidinger.

Auf den 4. Wertungslauf machten wir die Reifen nochmals mit dem Föhn sauber und ich konnte abschliessend in 55.471 meine Tagesbestzeit erzielen. Jörg Weidinger gelang kein ganz optimaler Lauf, er konnte aber in der Addition der vier Läufe dennoch einen Vorsprung von rund einer Sekunde auf mich retten. Hinter mir klassierte sich noch auf dem Podest Guy Demuth und als Vierter der Vorjahressieger Uwe Lang.

 

Weil ich drei der vier Rennläufe für mich entscheiden konnte, sammelte ich mehr Punkte für die Meisterschaft als Jörg Weidinger und baute meinen Vorsprung, nach Berücksichtigung der Streichresultate, von vier auf acht Punkte aus.

 

Nun stehen zwei Rennen im Heimatland an. 29. - 30. August fahren wir in Oberhallau mit dem gesamten Sportwagen Bergcup und 05. - 06. September findet dann das Heimrennen am Gurnigel statt. Wir freuen uns natürlich über einen Besuch möglichst vieler Vertreter unserer Sponsoren und den zahlreichen Fans.

 

Bis bald…

Marcel

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2009
⇒Klassenergebnis Rennen 2009
⇒Gesamtergebnis Training 2009
⇒Klassenergebnis Training 2009
⇒Zwischenrangliste DMB