Hauenstein












Mit viel Zuversicht und grossen Hoffnungen nahmen wir am Donnerstag Abend die rund 600 Km lange Reise an den Hauenstein unter die Räder. Um halb drei erreichten wir dann endlich das Fahrerlager bei unseren netten Gastgebern im Hof des Restaurants Öhrlein.

Am Freitag hatten wir uns eigentlich schnell eingerichtet und so blieb mir genug Zeit, um die Strecke ausführlich zu besichtigen.

 

Für das Training bekam ich nach Trier von Avon nochmals Reifen zum testen. Somit konnte ich im 1. Trainingslauf direkt mit neuen Reifen ausrücken. Zudem waren wir alle noch sehr gespannt, wie sich unsere Modifikationen am Martini bewähren werden. Mit 1.43.818 war ich dann fast eine Sekunde schneller als im Vorjahr, aber in diesem 1. Trainingslauf der Langsamste aus dem Spitzentrio. Jörg Weidinger legte eine fast unglaubliche 1.41.955 vor, gefolgt von Uwe Lang mit 1.43.196. Unsere technischen Änderungen haben aber einwandfrei funktioniert, bloss von den Reifen war ich auf dieser Strecke nicht so begeistert.

Nach dem erschreckend grossen Rückstand entschied ich mich dann für den 2. Trainingslauf auf die Marangoni-Reifen umzustellen und wir nahmen zusätzlich noch eine kleine Fahrwerkseinstellung vor. Die zahlte sich sogleich mit der schnellsten Laufzeit in 1.42.123 aus. Jörg und Uwe mochten ihre Zeiten in diesem Training nicht mehr ganz zu bestätigen und wurden langsamer. Meine Reifen wurden bei den hohen Temperaturen, dem rauen Asphalt und der langen Strecke aber hart strapaziert, was ein Abziehen mit dem Heissluftföhn nötig machte.

Den 3. Probelauf konnten wir erst etwa um sieben in Angriff nehmen und die Sonne stand schon sehr tief, was auf der Strecke zum Teil sehr hinderlich war und zum Blindflug führte. Unsere neuerliche Fahrwerkeinstellung zahlte sich in 1.41.635 erneut aus, was schon recht nahe am Steckenrekord war. Weidinger und Lang fuhren beide 1.43er Zeiten. Dies war somit ein erfolgreicher Trainingstag und stimmte uns zuversichtlich für den Renntag.

 

Am Sonntag musste dann leider der strahlende Sonnenschein vom Vortag den Wolken weichen und es war massiv kühler. Der Start zum 1. Rennlauf gelang mir schon nicht wunschgemäss und in der ersten Kurve unterlief mir dann gleich der nächste Fehler. Somit hatte ich bereits rund eine Sekunde verschenkt. Mit 1.42.082 hatte ich im Ziel auch ziemlich genau diesen Rückstand von einer Sekunde auf Jörg Weidinger und 0,1 auf Uwe Lang.

Im 2. Wertungslauf wollte ich meinen Rückstand aufholen, doch das Wetter machte mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Einige Regentropfen waren schon länger gefallen, aber als die ersten Autos unserer Klasse an den Start rollten, wurden die Tropfen grösser und zahlreicher. Als ich dann als letzter Sportwagen an der Startlinie stand, schüttete es richtig heftig. Somit musste ich mit den schlechtesten Verhältnissen klar kommen und verlor in 1.52.805 weitere drei Sekunden auf den zwei Autos vor mir gestarteten Weidinger, konnte aber Lang überholen. Nach unserer Zieldurchfahrt war es dann auch gleich schon wieder vorbei mit dem Regen.

Zum 3. Rennlauf zeigte sich wieder die Sonne und die Strecke war vollkommen trocken. Mir gelang, vom Gefühl her ein guter Lauf, doch wurde dieser bei der Schikane kurz vor dem Ziel durch die rote Flagge beendet. Am Osella von Uwe Lang brach unmittelbar vor dem Ziel die Antriebswelle. Ich musste meinen Lauf wiederholen. Der zweite Start gelang mir nicht mehr ganz so gut und auch beim Runterschalten an der ersten Kurve war nicht alles ganz sauber. Der Mittelteil war dann aber nahezu optimal. Im obersten Streckenabschnitt überhitzten dann bereits die Hinterreifen. Dennoch konnte ich in 1.40.859 meinen Streckenrekord aus dem Vorjahr minimal unterbieten. Nach den nicht so perfekten ersten Rennläufen noch ein versöhnlicher Abschluss des Wochenendes.

Mein Vorsprung in der Deutschen Bergmeisterschaft ist nun leider ziemlich geschrumpft. Um weitere Punkte, Ruhm, Sieg und Ehre kämpfen wir bereits wieder in zwei Wochen beim Osnabrücker Bergrennen.

 

 

Bis bald…

Marcel

 

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