Homburg







Auch diesmal hatten wir wieder einiges an Arbeit, um den Martini optimal startklar für das Homburger Bergrennen herzurichten. Wiederum hatten wir Probleme mit dem Differential. Diesmal ging das Lager vom Kegelrad kaputt, was eine Totalrevision des Differentials nach sich zog. Mit Hilfe unseres Tuners Roland Dupasquier konnten wir in nützlicher Frist aber alles reparieren.

Homburg zählt fast als unser Heimrennen mit lediglich 380 Km Anreise. Somit erreichten wir auch schon kurz nach Mitternacht das Fahrerlager auf der Wiese in der Waldlichtung.

 

Am Freitag hatte es uns gerade gereicht, unsere Zelte aufzustellen und uns einzurichten, als auch schon der erste Regen kam. Bei der Steckenbesichtigung merkten wir, dass auch bei regennasser Strasse die Strecke einen recht guten Grip bietet. Aber um das Naturfahrerlager machten wir uns mittlerweile ein wenig Sorgen…

 

Der Samstagmorgen begleitete uns immer wieder mit leichten Schauern, wobei es bis zu unserem 1. Trainingslauf ein wenig aufhellte und auch schon trockene Stellen auf der Strecke waren. Mit 1.25.673 war ich aber dann doch zu vorsichtig unterwegs, da Jörg Weidinger bereits 1.19.500 und Uwe Lang 1.23.129 fuhren. Im Ziel vor unserer Rückführung hatte es dann nochmals richtig geschüttet, und da keiner von uns einen Regenschirm dabei hatte, waren wir, wieder im Fahrerlager angekommen, alle klatsch nass.

Auch vor unserem 2. Trainingslauf regnete es wieder. Ich nahm einige kleine Veränderungen am Fahrwerk vor und wollte dann die neuen Regenreifen anfahren und ausprobieren für Sonntag. Bei der Fahrt in die Startaufstellung bemerkte ich aber ein Problem mit unseren neuen Felgen. Ich musste nochmals ins Fahrerlager zurückkehren und vorne die alten Regenriefen montieren lassen. Mit ein wenig Verspätung konnte ich dann doch starten. Ich fühlte mich im Regen eigentlich ganz wohl, hatte leichtes Untersteuern und konnte mich auf 1.24.537 steigern, was für diesen Lauf Bestzeit bedeutete. Jörg war 0.25 sec und Uwe 0.6 sec hinter mir.

Für den 3. Probelauf stellte sich dann bei abtrocknender Strecke die Frage, ob wir mit Slicks oder mit Regenreifen ausrücken wollten. Jörg entschied sich als einziger von uns für Slicks. Effektiv war dann die Strecke nach dem Startteil schon ziemlich trocken. Weidinger legte somit eine 1.14.900 vor, ich konnte mich mit 1.16.498 um 0.32 sec vor Lang halten. Aus diesem Trainingstag konnten keine grossen Schlüsse gezogen werden, da der Wetterbericht für den Renntag eigentlich keinen Regen mehr vorhersagte…

 

Leider kam es anders als gedacht. Sonntagfrüh um halb acht begann es erneut zu regnen und die über Nacht getrocknete Strecke war wiederum nass. Für den 1. Wertungslauf vertraute ich auf meine neuen Regenreifen. Diese brachten allerdings ein katastrophales Fahrverhalten mit massivem Untersteuern zu tage und mit grossem Einsatz fuhr ich einen noch grösseren Rückstand ein! Mit 1.21.606 war ich über 5 sec langsamer als Spitzenreiter Jörg Weidinger und 3 sec langsamer als Uwe Lang. Zurück im Fahrerlager stellten wir fest, dass die Vorderreifen überhaupt nicht gearbeitet haben und dass diese viel härter sind als die Hinterreifen.

Für den 2. Rennlauf konnten wir, einiger Sonnenstrahlen sei dank, die profillosen Reifen montieren. Der Startbereich und der erste Teil der Strecke bis nach dem Brückchen waren aber immer noch ganz schön feucht. In diesem Streckenteil riskierte ich wohl zu wenig. Wiederum legte Weidinger die Bestzeit in 1.09.342 vor. Ich kam lediglich auf 1.12.283, konnte aber immerhin meinen Rückstand auf Lang in der Gesamtzeit halbieren. Auf unserer Rückführung hat es uns dann wieder richtig verregnet.

Da sich der 3. Rennlauf der Klassen vor uns derart in die Länge zog, war die Strecke für uns dann, ausser dem Startbereich, wieder aufgetrocknet und wir konnten nun mit vollem Trocken-Set-Up ausrücken. Unter diesen Umständen war ich mit meiner persönlichen Bestzeit von 1.08.964 am Homburger Berg soweit sehr zufrieden. Dennoch war Jörg in 1.08.699 nochmals einen Tick schneller als ich. Mit meiner Zeit konnte ich aber Uwe noch um 0.15 sec vom zweiten Gesamtrang verdrängen.

 

In der Deutschen Bergmeisterschaft habe ich an diesem Wochenende natürlich einige Punkte eingebüsst, bin aber weiterhin in Führung und versuche diese zu verteidigen.

Um weitere Punkte für die Deutsche Bergmeisterschaft und den Sportwagen Berg Cup geht es bereits wieder am kommenden Wochenende, 1. und 2. August, beim Hauenstein Bergrennen in der Rhön. Diese Strecke gefällt mir sehr, was mich für einen weiteren Erfolg zuversichtlich stimmt. Zumal auch, da es für den Martini auch noch ein paar Neuerungen gegeben hat.

 

Bis bald…

Marcel

 

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2009
⇒Klassenergebnis Rennen 2009
⇒Gesamtergebnis Training 2009
⇒Klassenergebnis Training 2009
⇒Zwischenrangliste DBM 2009