Iberg












Knapper geht es wohl kaum mehr

 

Es war überhaupt wie ein Wunder, das ich am Ibergrennen teilnehmen konnte. Denn am Samstag zwischen den beiden Rennen entdeckte ich am Martini einen sich anbahnenden Getriebe- Totalschaden! Im Differential waren am Kegelrad bereits drei Zähne abgebrochen, der Antriebswellenflansch verdreht und eingerissen. Die Ersatzteile mussten wir in Frankreich bei Martini abholen und am Mittwoch in Windeseile alles einbauen.

Somit konnten wir uns dann doch wie geplant am Donnerstagabend Richtung Heiligenstadt auf den Weg machen. Um ca. halb vier Freitag Früh erreichten wir das 680 Km entfernte Fahrerlager.

Am Freitagnachmittag, nach getaner Arbeit, hatten wir sogar noch Zeit für eine kleine Shoppingtour durch Heiligenstadt.

 

Der Samstagmorgen zeigte sich dann ziemlich verhangen und pünktlich zum Trainingsbeginn begann es zu regnen. Bis wir dann aber den 1. Trainingslauf unter die Räder nehmen konnten, war es fast trocken. Somit konnte ich mit meiner Zeit von 56.787 zufrieden sein. Nächster Verfolger war Uwe Lang mit 58.103, Jörg Weidinger war ausgefallen.

In der Startaufstellung zum 2. Probelauf hatte ich schon ein paar kleine Regentropfen auf dem Visier. In den beiden Kurven bei Posten 7 und 11 war der Regen bei mir dann aber schon etwas stärker und die Strecke war unheimlich rutschig, was für mich eine 59.318 bedeutete. In diesem Lauf legte Jörg in 55.872 die Bestzeit vor, Uwe war ein wenig langsamer als ich. Leider waren diese beiden Trainings für die Abstimmung des Autos nicht sehr aussagekräftig.

Für den 3. Trainingslauf montierten wir dann die Avon-Reifen, was mir zu 54.995 verhalf. Leider lag ich dann immer noch fast eine Sekunde hinter Weidinger, der sich auf 54.024 steigerte. Lang war mit 55.839 immer noch hinter mir.

Im 4. Training, bei guten äusseren Bedingungen, wollte ich es doch nochmals mit den Marangoni-Reifen probieren. Dies zahlte sich in 53.486 aus, was gleich einen neuen, wenn auch inoffiziellen, Streckenrekord bedeutete. Weidinger folgte mit 54.189 und Lang in 55.245. Mit meiner Trainingszeit war ich sehr zufrieden, jedoch stellte ich auf der Datenaufzeichnung fest, dass es mir an Topspeed fehlte und das Handling des Autos war auch noch nicht ganz zufrieden stellend.

 

Nach ein paar Abstimmungsarbeiten am Martini konnte ich am Sonntag kurz vor Mittag zuversichtlich und top motiviert zum 1. Rennlauf starten. Wohl fast zu motiviert... Bei Posten 6 bremste ich einen Tick zu spät und ich konnte die Kurve nicht ganz sauber anfahren, was sich gleich auf der Uhr bemerkbar machte. Mit einer Zeit von 53.643 war ich um 0.14 sec knapp langsamer als Jörg Weidinger, aber 0.4sec schneller als Uwe Lang. Noch war nichts verloren…

Im 2. Rennlauf zog ein Teilnehmer vor uns im schnellsten Teil der Strecke eine fast 500m lange Ölspur. Auf der Strecke machte ich es aber besser, ignorierte die abgestreute Ölspur und fuhr einen neuen (vorläufigen) Streckenrekord in 53.302. Auf Weidinger konnte ich meinen Rückstand aber bloss um geringe 0.03sec verkürzen. Lang steigerte sich ebenso auf 53.690.

In Rennlauf 3 war ich dann mit 53.362 minimal langsamer. Jörg schaffte aber bloss eine 53.433, was mir noch einen Rückstand in der Gesamtzeit von 0.035 sec einbrachte.

Das Rennen wurde vor dem 4. und entscheidenden Rennlauf also zu Krimi. Gerade als die Startampel für mich auf grün schaltete, bemerkte ich den Jubel der Zuschauer auf der nahen Tribüne. Dies signalisierte mir einen neuerlichen Streckenrekord durch Jörg Weidinger. Ich musste also alles geben! Leider machte ich den fast gleichen Fehler aus dem 1. Rennlauf nochmals und bremste ein paar Meter zu spät. Der obere Streckenteil gelang mir aber gut und ich konnte meine Zeit auf 53.197 runterschrauben. Weidinger realisierte aber in 53.150 eine minimal bessere Zeit und den neuen Streckenrekord. Somit musste ich mich um 0.082 sec Rückstand aus vier Läufen mit dem zweiten Platz im Tagesklassement zufrieden geben. Auch Lang konnte in 53.297 noch unter meinem vorangegangenen Rekord fahren.

 

Mit diesem Resultat konnte ich meine Führung in der Deutschen Bergmeisterschaft vor Jörg Weidinger und Uwe Lang behaupten.

 

Jetzt haben wir drei Wochen Pause, bevor wir beim Bergrennen in Homburg am 18.-19. Juli um weitere Punkte und Gesamtsieg kämpfen.

 

 

Bis bald…

Marcel

 

Weitere Infos zu Ibergrennen findet Ihr unter www.ibergrennen.de

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