Innert Wochenfrist zweimal in Thüringen


















Das Rennsteig-Bergrennen ist für uns immer eine ziemlich lange Reise. Etwa um drei Uhr Freitag Früh erreichten wir endlich das Fahrerlager, was für uns ungewohnt dieses Jahr im Startbereich war. Am Freitag durch den Tag hatten wir nicht so tolles Wetter, es war meist bewölkt und nicht allzu warm. Nach ausführlicher Streckenbesichtigung und Wagenabnahme fand das schon traditionelle ¼-Meilenrennen statt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Zündaussetzern konnte ich im zweiten Durchgang, kurz vor dem Regen, dann doch die drittschnellste Zeit fahren. Kurz vor dem zu Bett gehen fegte noch ein heftiges Gewitter über das Fahrerlager.

 

Der Samstag Morgen präsentierte sich dann recht freundlich. Die Strecke vermochte aber bis zu unserem 1. Trainingslauf noch nicht ganz abzutrocknen und ich entschied mich, als einziger Fahrer unserer Klasse, trotzdem mit Trockenreifen zu fahren. Zudem hatte ich wieder mit Zündaussetzern und einem muckenden Getriebe zu kämpfen. Trotzdem konnte ich hinter Jörg Weidinger und vor Uwe Lang die zweitschnellste Zeit realisieren.

Nach einer Blitzreparatur lief der Martini einwandfrei und ich konnte in 1.38.728 gleich die Trainings- und Tagesbestzeit aufstellen. Im 3. Probelauf testeten wir andere Reifen. Diese bewährten sich im unteren Streckenabschnitt jedoch nicht, sodass ich in 1.40.171 doch relativ deutlich langsamer und in diesem Lauf minimal hinter als Jörg war.

 

Nach diesem Trainingstag stiegen wir dann zuversichtlich in einen wunderschönen Rennsonntag. Im 1. Rennlauf wurde ich nach etwa 2/3 der Strecke wegen Schmutz auf der Strecke gestoppt. Als ich dann wieder bereit war, den Lauf nochmals zu wiederholen, signalisierte mir die Rennleitung, der Funk sei ausgefallen und ich musste nochmals ca. ein halbe Stunde am Start ausharren, bis wieder alles in Ordnung war. Im Wissen um den neuen Streckenrekord von Jörg Weidinger in 1.35:742, wollte ich diese Zeit auch fahren und riskierte ein paar mal zu viel und verlor dadurch noch mehr Zeit. Ausserdem unterlief uns noch ein kleines Malheur: Nach Posten 22 setzte kurze Zeit der Motor aus wegen zu wenig Benzin im Tank. Dies alles ergab letztlich eine Zeit von 1.38.014 und schon eine Vorentscheidung im Tagesklassement.

 

Im Kampf um die Einzellaufbestzeiten wurde ich im 2. Rennlauf nochmals abgewunken, an der fast gleichen Stelle und wiederum wegen Schmutz auf der Strecke, doch diesmal in einer Passage, die ich schon passiert hatte. Im zweiten Versuch wollte ich es besser machen als im ersten Rennlauf, war aber in den vorher zu wilden Passagen ein wenig zu verhalten und war schlussendlich in 1.36.708 um 0,2sec langsamer wie Weidinger.

 

Den 3. Wertungslauf wollte ich dann noch unbedingt für mich entscheiden. Bereits in der Startaufstellung hatte ich ein paar Regentropfen auf dem Visier. Die letzten zwei Kurven waren bei mir dann schon bereits ziemlich nass, wobei der vor mir gestartete Jörg noch eine trockene Strecke vorfand. Somit ging der dritte Lauf wie auch der Gesamtsieg an Jörg Weidinger, herzliche Gratulation! An diesem Tag waren die Verhältnisse gegen mich…

In der Meisterschaftswertung liegen Jörg Weidinger und ich nun punktgleich auf.

 

Eine Woche später fand in Erfurt, nicht weit vom Rennsteig-Rennen entfernt, das 1. Erfurter Stadtkursrennen statt. Der Sportwagen Bergcup präsentierte sich da als Zuschauerattraktion ohne Zeitwertung. Am Sonntagvormittag und am -nachmittag konnten wir mit unseren sechs Gruppe C-Autos die zahlreichen Zuschauer begeistern und eine gute Show bieten. Auch uns Fahrern hat es mächtig Spass gemacht…

 

Bereits nächstes Wochenende kämpfen wir in Wolsfeld um weitere Punkte der Deutschen Bergmeisterschaft.

 

Bis bald…

Marcel

 

Resultate
⇒Gesamtergebnis Rennen 2009
⇒Klassenergebnis Rennen 2009
⇒Gesamtergebnis Training 2009
⇒Klassenergebnis Training 2009
⇒Zwischenklassement DBM 2009