Eschdorf







Minimalziel in Eschdorf erreicht

 

Unsere Anreise nach Eschdorf am Donnerstagabend verlief eigentlich unspektakulär und relativ kurz mit 530 Km. Ein fast vergessenes Gefühl war das Tanken des Renntransporters in Luxemburg: Die eingefüllte Literzahl war grösser als der Eurobetrag ( 1l Diesel/ €0.80 ). Um zwei Uhr erreichten wir dann das Fahrerlager und trafen gleich auf Organisationsleiter David Scheyer.

 

Der Freitag war dann gemütlich, bei angenehmem Wetter konnten wir unseren Fahrerlagerplatz einrichten, die Strecke besichtigen und die Wagenabnahme erledigen. Am Abend verwöhnte uns unser Motorentuner mit einem leckeren Raclette.

 

Der Samstagmorgen begrüsste uns mit herrlichem Sonnenschein, aber mit relativ kühlen Temperaturen. Unser 1. Trainingslauf zögerte sich dann bis kurz vor Mittag raus. Mit meiner Zeit von 54.936 sec war ich eigentlich recht zufrieden, war ich doch fast 2 sec schneller als letztes Jahr im ersten Training. Meine Zeit reichte allerdings nur zu Rang drei in der CN- Klasse. Jörg Weidinger und Cyrille Frantz legten tiefe 54er Zeiten vor. Im 2. Probelauf konnte ich mich um eine halbe Sekunde auf 54.456 sec steigern, was wiederum zum dritten Rang hinter Frantz und Weidinger reichte. Für den 3. Trainingslauf versuchten wir es mit anderen Reifen. Diese kamen aber nicht optimal auf Betriebstemperatur und erlaubten eine Zeit von 53.966. Somit blieb ich auf dem dritten Trainingsrang liegen.

 

Auf den 1. Rennlauf montierten wir dann die bewährt schnellen Reifen von Schleiz. Doch auch mit diesen kam ich nicht über 53.725 und Rang drei hinaus. Kleine Fahrwerksabstimmungen verhalfen mir im 2. Wertungslauf zu 53.358, was immer noch den dritten Rang bedeutete. Leider konnte ich mich im 3. Rennlauf nicht mehr steigern und realisierte noch eine Laufzeit von 53.460. In diesem Lauf verdrängte mich Jacques Marchal noch auf den undankbaren vierten Schlussrang in der Sportwagenklasse CN. Wegen der vielen Formel 3000-Fahrzeugen reichte es mir im Gesamtklassement lediglich zu Platz 12. Die Strecke von Eschdorf und ich werden wohl nie spezielle Freunde…

 

Da die ausländischen Fahrer für die Deutsche Meisterschaft nicht punkteberechtigt sind und ich im letzten Rennlauf schneller war als Jörg, holte er nur zwei Punkte auf mich auf. Somit bin ich immer noch mit 12 Punkten Vorsprung in Führung der Meisterschaft.

 

Nun freue ich mich aber auf das Rennen vom Rennsteig am 15.-17. Mai 2009, was zur Deutschen Meisterschaft und zum Sportwagen Berg Cup zählt.

 

Bis bald…

Marcel

 

 

 

weitere Infos zum Rennen findet Ihr unter www.union-des-pilotes.net

Rangliste
⇒Klassenergebnis Training 2009
⇒Gesamtergebnis Training 2009
⇒Klassenergebnis Rennen 2009
⇒Gesamtergebnis Rennen 2009
Infos zur Rennstrecke

Streckenbeschreibung:

 

Die Strecke des "European Hill Race" gehört mit Sicherheit vom Belag (neuer Asphalt Ende 2003 über die gesamte Streckenlänge) und von den Sicherheitsbestimmungen her (vom Start bis zum Ziel doppelte Leitplanken) zu den besten Rennstrecken, die Luxemburg je im Motorsportkalender aufzuweisen hatte, und weit über die Grenzen hinaus ist auch keine vergleichbare Strecke zu finden.

 

Auf einer Länge von 1850 Metern, einer Breite von durchschnittlich 8 Metern und bei einem Höhenunterschied von 105 Metern finden die Fahrer 7 Links- und 4 Rechtskurven vor, davon 3 langgezogene Spitzkurven, aber auch ein extrem schnelles Geschlängel.