Was für ein Auftakt in die neue Saison








Bereits am Donnerstagabend machten wir uns auf den Weg zum französischen Circuit de Bressé zu einem kurzen Funktionstest vor dem ersten Rennen in Schleiz. Am Freitagmorgen begrüsste uns dann eine schöne Frühlingssonne zu einem freundlichen Testtag und bereits kurz nach neun Uhr absolvierte ich mein erstes Outing auf der mir noch unbekannten Strecke. Ausser ein paar kleinen Anpassungen an der Zündunterbrechung und einem immer wieder auftretenden Kupplungsproblem verlief der Tag in Frankreich problemlos. Nachmittags um vier Uhr machten wir uns dann auch schon auf den weiten Weg Richtung Schleizer Dreieck und um zwei Uhr nachts erreichten wir dann endlich das Fahrerlager.

 

Der Samstag präsentierte sich dann mit Nieselregen und Nebel weniger freundlich. Dieser galt für uns aber auch bloss, um uns für das Rennen am Sonntag einzurichten und nochmals den Martini einem letzten gründlichen Check zu unterziehen.

 

Weil Sonntag in der Früh bereits um acht Uhr Trainingsbeginn war, war für uns dann auch schon früh Tagwache. Wenigstens regnete es nicht mehr, aber der Nebel hing dicht und hartnäckig über der Strecke. Unser 1. Trainingslauf fand dann auch mit einiger Verspätung erst gegen halb zehn Uhr statt und die Strecke war auch noch teilweise feucht. Mit dem nötigen Respekt konnte ich aber trotzdem gleich in 55,44 sec Bestzeit fahren. Meine wohl ärgsten Konkurrenten in dieser Saison, Uwe Lang legte eine Dreher ein und Jörg Weidinger war mit den falschen Reifen unterwegs, waren doch relativ deutlich hinter mir.

Der 2. Trainingslauf war dann ganz trocken und wir konnten mal testen, wie sich die zum Teil neu asphaltierte Strecke anfühlt. Mit 48,94 war ich bereits um 0,3 sec an den Streckenrekord herangefahren und somit zuversichtlich für die Rennläufe.

 

Für den 1. Rennlauf montierten wir zudem noch neue Reifen. Nach etwa der halben Strecke zum Ziel wurde mir die rote Flagge gezeigt und ich musste meinen Lauf wiederholen. Auch der zweite Versuch gelang mir sehr gut und ich konnte gleich einen neuen Streckenrekord in 47,85 aufstellen. Jörg Weidinger folgte mir mit einem Respektsabstand von 0,9 sec und Uwe Lang mit 2 sec Rückstand. Natürlich gab es nach diesem Rennlauf schon Diskussionen, dass ich durch warme Reifen bevorteilt war. So war ich nach dem 2. Rennlauf sehr froh, dass ich meine Bestmarke in 47,81 nochmals unterbieten konnte. Uwe konnte zudem vor Jörg die zweitschnellste Zeit realisieren.

 

Der 3. Wertungslauf gelang mir dann wohl nicht ganz wunschgemäss, wobei ich mit 48,21 immer noch Laufbestzeit fahren konnte, wiederum vor Lang und Weidinger. Für den 4. Rennlauf, es war bereits fünf Uhr durch, war ich dann gar nicht mehr so motiviert, aber natürlich wollte ich nochmals mein Bestes geben. Im Ziel war ich dann von meinem neuerlichen Rekord in 47,62 doch ziemlich überrascht. Dies bedeutete zudem den ersten Gesamtsieg in der neuen Saison und bereits den Dritten in Schleiz bei vier Starts. Uwe Lang konnte sich auf dem zweiten Platz durchsetzen und Jörg Weidinger auf den dritten Platz verdrängen. Ein beachtliches Debüt gab zudem Peter Behnke in der 3l-Klasse mit Gesamtrang vier. Ein erfolgreicher Saisonauftakt für unser Team! Ich hatte an diesem Sonntag alles gewonnen was zu gewinnen war und reiste mit dem Punktemaximum im Gepäck nach Hause.

 

Das nächste Rennen zur Deutschen Meisterschaft findet in zwei Wochen im luxemburgischen Eschdorf statt. Da will ich meine Meisterschaftsführung verteidigen. Dazwischen steht der Martini noch vom 24.-26. April an der Auto Emotion in Bern.

 

Bis bald…

Marcel

 

Automobil Revue TV Sendung 103

Reportage: Fahrertraining in Bresse (F)

 

Link: media.automobilrevue.ch/files/107710_artv_sendung_103.wmv

Resultate
⇒Gesamtergebnis Rennen 2009
⇒Klassenergebnis Rennen 2009