Reitnau 27. Juni 2010





Kein optimaler Start in die Schweizer Bergmeisterschaft

 

Mit grosser Vorfreude reiste ich am Freitagabend, direkt von Kriens aus einem Kurs, nach Reitnau. Obwohl bereits einige Teilnehmer vor Ort waren, blieb für uns noch ein guter Fahrerlagerplatz frei. Reitnau ist eine Eintagesveranstaltung und da geht es nur am Sonntag zur Sache. So hatten wir am Samstag genug Zeit, um uns einzurichten und für die Wagenabnahme und Streckenbesichtigung. Am Abend waren Corinne und ich dann noch in Oberdiessbach zu der Filmvorführung der 9. Klasse Real eingeladen.

 

Sonntags ging’s dann schon sehr früh los, da mit Training und Rennen fünf Läufe absolviert werden mussten. Um ca 8.30 Uhr rückten wir dann auch schon zum 1. Training aus. Ich hatte ein recht gutes Gefühl auf meiner Fahrt und bremste vor dem Ziel noch ein wenig ab, um nicht gleich alle Karten auf den Tisch zu legen. Die Zeitmessung hatte wohl etwas mehr Mühe mit meinem Lauf als ich. Denn diese notierte mir eine 1.24-er Zeit, wobei meine Datenaufzeichnung eine hohe 52-er stoppte. Nach einer neuerlichen Rechnung gestanden sie mir dann eine 52.95 zu, womit ich gut 1.5 sec hinter Florian Lachat im Tatuus S2000 Formula Master und knapp 1 sec vor Jean-Jacques Dufaux lag.

 

Im 2. Training griff ich ein wenig mehr an, hatte noch zwei Fehler unterwegs eingebaut und vor dem Ziel ging ich wieder vom Gas. Dennoch reichte es zu einer 52.01. Weil Lachat keine Zeit für diesen Trainingslauf bekam, wussten wir nicht so recht, wie ich genau stand.

 

Was ich auf den 1. Rennlauf wohl ein wenig vergessen hatte, war der Temperaturanstieg über Mittag, vor allem auf dem Asphalt. Im Training hatte ich ein super Gefühl im Martini, aber bereits in den ersten Kurven des 1. Rennlaufs erkannte ich mein Auto fast nicht mehr. Mit vollem Einsatz konnte ich mich auf 51.61 steigern. Die Klasche kam aber sogleich von Florian Lachat mit 50.20. Dies war ein fast nicht mehr aufzuholender Rückstand, obwohl nur die zwei Besten der drei Rennläufe in Wertung gingen.

 

Für den 2. Rennlauf nahm ich dann einige Änderungen am Fahrwerk vor. Das Fahrverhalten war aber immer noch schlecht und ich erreichte in 52.45 das Ziel. Es waren jedoch alle Fahrer unglücklich und langsamer. Ich jedoch im Verhältnis etwas weniger, was auf eine Steigerung hindeutete. Somit war an ein Gesamtsieg nicht mehr zu denken, dennoch konnte ich meinen zweiten Platz festigen.

 

Im 3. Rennlauf entschied ich mich dann für eine andere Reifenwahl, zudem wurden wir auf eine deftige Ölspur in den zwei schnellen Kurven vor dem Ziel aufmerksam gemacht. Meine Reifenwahl erwies sich als gut und der untere Teil der Strecke gelang mir recht gut. Ich wollte dann ein wenig zu viel und machte im Mittelteil einen Fehler und verlor beinahe den Martini aus der Kontrolle. Auch in den zwei letzten Kurven konnte ich auf dem Öl nicht mehr voll attackieren. Trotzdem erreichte ich noch eine 52.75. Diese Zeit war im Grunde wertlos, weil sie für das Klassement gestrichen wurde, dennoch war es in diesem Lauf Laufbestzeit.

Somit musste ich mich mit dem Gewinn meiner Klasse und dem zweiten Platz im Gesamtklassement zufrieden geben und Florian Lachat im nahezu 200 Kg leichteren Auto zum Sieg gratulieren.

 

Bereits am kommenden Wochenende, 03.- 04.Juli, werden die nächsten zwei Rennen beim Bergrennen La Roche- La Berra ausgetragen. Dies wird eine völlig neue Erfahrung für mich, denn am Samstag wie auch am Sonntag wird jeweils ein Rennen mit separater Wertung ausgetragen.

 

 

 

Bis bald…

Marcel

 

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2010
⇒Klassenergebnis Rennen 2010