Mickhausen 2. / 3. Oktober 2010







Ein fast perfektes Wochenende zum Abschluss

 

Wie gewohnt für die Rennen in Deutschland, nahmen wir bereits am Donnerstagabend die Reise Richtung Mickhausen mit dem Osella im Gepäck auf. Bereits kurz nach Mitternacht erreichten wir das Fahrerlager in den Stauden nahe Augsburg. Durch die Nacht regnete es meist durch und auch der Freitag präsentierte sich nass. Somit mussten wir eine einigermassen regenfreie Phase abwarten, damit wir unser Zelt aufstellen und trocken ausladen konnten. Nachmittags erledigte ich dann die Wagenabnahme und besichtigte die Strecke.

 

Samstag früh vor Trainingsbeginn lief ich zudem die Strecke nochmals ab, um mir alle Punkte nochmals genau anzuschauen. Seit Freitagabend regnete es zwar nicht mehr, feuchte Stellen waren aber immer noch auf der Strasse und vor unserem 1. Trainingslauf tröpfelte es noch ein wenig. Im Rennsportwagenfeld entschieden wir uns aber fast alle für Trockenreifen. Im Waldbereich war es schon recht rutschig und somit erreichte ich in 57.823 das Ziel. Ich war sehr vorsichtig gefahren und war mir dieser Zeit nicht gerade zufrieden, dennoch reichte sie für Bestzeit, rund 2 sec vor dem Rest des Feldes.

 

Vor dem 2. Probelauf wiederholte sich das Wetterprozedere fast genau gleich mit dem leichten Regen direkt vor unserem Feld. Dadurch waren auch die Streckenverhältnisse fast gleich. Ich konnte mich auf 56.132 steigern. Fausto Bormolini rückte mir mit 56.899 auf die Fersen, gefolgt von Jaroslav Krajci (57.685), Franco Cinelli (57.862) und Uwe Lang (58.088).

 

Endlich auf das 3. Training trocknete die Bahn nun ab und ich konnte ein wenig angreifen und auf Zeitenjagd gehen. Mit 51.276 markierte ich deutlich die Bestzeit, vor Krajci, Dusan Neveril und Milan Svoboda. Im abschliessenden 4. Trainingslauf konnte ich mich nochmals um rund 1sec steigern und Uwe Lang, Jaroslav Kraijci und Fausto Bormolini um 1.5sec und mehr distanzieren. Mit diesen Zeiten war ich gut aufgestellt für den Rennsonntag und auch der Osella fühlte sich gut an bei seinem ersten Einsatz auf deutschem Boden.

 

Der Sonntagmorgen war dann fast wolkenlos, leicht neblig und sehr kalt. Auch als wir gegen zehn Uhr zum 1. Rennlauf an der Reihe waren, mochte es noch nicht richtig erwärmen, dennoch konnte ich für diese Verhältnisse eine sehr gute 50.065 in die Bahn brennen. Hinter mir klassierten sich Bormolini (51.164), Cinelli (51.748) und Krajci (52.316).

 

Auf den 2. Wertungslauf wurden die Verhältnisse dann gut und auch wärmer. Durch einige Fehler in meiner Fahrt kam ich lediglich auf 49.916, konnte aber meinen Vorsprung in der Addition der beiden Läufe auf Bomolini auf fast 3 Sekunden ausbauen. Im 3. Rennlauf wollte ich einen Angriff auf den Streckenrekord, aufgestellt von Lionel Regal im Jahre 2007, nehmen. Mit 49.258 verpasste ich diesen aber um 36/100 sec.

 

Nach Programm sollte ich aber noch eine Chance bekommen, um diesen Rekord zu knacken. Doch bereits nach wenigen Fahrzeugen in diesem 4. Wertungslauf legte ein Konkurrent eine hartnäckige Ölspur. Die Reinigungsarbeiten der Strecke zogen sich massiv in die Länge und trotzdem konnte ein sicherer Rennbetrieb nicht gewährleistet werden und die Rennleitung brach damit das Rennen nach drei durchgeführten Läufen ab. Somit stand ein weiterer Gesamtsieg für mich mit dem neuen Osella fest. Dies ist ein sehr spezieller Sieg, vor imposanter Zuschauerkulisse und einem top organisierten Rennen und mit einer emotionalen Siegerehrung mit allem drum und dran.

 

Nach diesem letzten Rennen kann ich eine äusserst positive Bilanz über die abgelaufene Saison mit zwei verschiedenen Autos ziehen. Es stehen 9 Tagessiege, drei 2. Plätzen, zwei 3. Plätze, (leider!) ein Ausfall und der Titel in der Schweizer Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge zu Buche.

Nun werden wir uns in die Winterpause zurückziehen und bereits wieder mit den Vorbereitungen für die kommende Saison 2011 beginnen.

 

Ich möchte mich auch an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, bei allen meinen Sponsoren, Partnern, Freunden und vor allem meinem ganzen Team für die tolle Unterstützung während äusserst erfolgreichen und sonnigen Zeiten, aber auch für das Beistehen bei traurigen und schattigen Momenten! Merci viu mau!!!

 

Bis demnächst…

Marcel

 

Rangliste
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