Erster Test mit allen drei Fahrzeugen

















Donnerstag Nacht, kurz nach Elf, erreichten wir das Fahrerlager des Circuit de Bresse, luden noch kurz meinen Osella und Toms Martini aus und liessen diese in der Box übernachten. Bis wir soweit waren, erreichte auch Urs das Fahrerlager. Somit waren alle drei Autos vor Ort.

 

Der Freitagmorgen begrüsste uns mit strahlendem Sonnenschein, aber mit kalter Bise. Kurz nach zehn Uhr konnten wir unseren 1. Turn fahren. Die Osella’s liefen einwandfrei und problemlos. Die neue Datenaufzeichnung funktionierte und war mit den mehreren Schaltlampen angenehm zu fahren und die neue Wippschaltung einfach geil! Nur an Tom’s Martini explodierte ein Antriebswellengelenk.

 

Bereits für den 2. Turn nahmen wir erste kleine Änderungen an meinem Auto vor. Leider wurde das Fahrverhalten eher schlechter. Mit weiteren Massnahmen verbesserten wir das Fahrwerk am Osella bei Topspeed, was sich auch in einer Steigerung der Rundenzeit im 3. Outing zeigte.

 

Im 4. und 5. Turn konnten wir weiter am Fahrwerk des Osella’s arbeiten und die Rundenzeit doch noch einmal steigern, womit wir uns auf dem richtigen Weg zu einem guten Set-Up befanden. Nach dem ersten Tag musste ich bereits meine Getriebeübersetzung anpassen, da ich im 6. Gang das Drehzahllimit erreichte. Zudem nahmen wir noch Anpassungen an den Federn vor.

 

Am Samstagmorgen bei noch kühlen Temperaturen fühlte sich das Auto von Runde zu Runde besser an und ich konnte dann auch gleich meine schnellste Rundenzeit in 1.16.308 erzielen. Kurz vor dem Mittag wollte ich nochmals einen Angriff nehmen, um meine Zeit zu unterbieten. Die erste Runde war nicht schlecht mit 1.16.937. In der nächsten Runde wollte ich es besser machen, war dann aber ein bisschen zu früh am Gas und ich drehte mich auf der Strecke. Leider ging mir der Motor aus und liess sich nicht mehr starten, somit war für mich das Training gelaufen. Am Mittag bauten wir dann das Auto auf das KW- Fahrwerk um. Da die Temperaturen zum Vormittag nicht mehr zu vergleichen waren, konnte ich auch nicht mehr ganz an meine Rundenzeiten anknüpfen.

 

Tom Zürcher kam aber immer besser in Fahrt und konnte in 1.24.478 seine beste Rundenzeit markieren. Doch in der darauf folgenden Runde stoppte ihn aber leider ein Motorschaden. In den letzten beiden Sessions wechselte ich dann noch die Reifenmarke. Bei nicht mehr ganz optimalen Bedingungen kam ich dann doch nochmals auf 1.17.066. Auch Urs Müller konnte im letzten Turn seine beste Runde in 1.24.196 fahren.

 

Somit waren dies für mich und mein Team, abgesehen vom Motorschaden, zwei sehr produktive Testtage, an denen wir viele verschiedene Einstellungen aussortieren konnten und wir Fahrer uns gut mit unseren Autos vertraut machen konnten.

 

Nun fühle ich mich gerüstet und freue mich auf das erste richtige Rennen vom 30.04 / 01.05. beim EBM-Lauf am Rechberg in Österreich. Da werde ich auf die gesamte europäische Bergelite treffen und es wird für mich eine interessante Standortbestimmung werden.

 

Bis bald…

Marcel