Knapper geht’s wohl kaum
















Gegen Rechberg war Eschdorf fast ein „Heimrennen“ mit bloss 500 Km Anreise. Dennoch waren wir erst um halb zwei Uhr nachts an unserem Fahrerlagerplatz angekommen. Freitag gegen Mittag konnten wir dann unser Zelt aufbauen und uns fertig einrichten. Am Nachmittag durften wir, laut örtlicher Polizei, die Strecke nicht mehr mit dem Auto besichtigen. So machte ich mich mit Roger Schnellmann zu Fuss auf eine weitere Besichtigung und zu vielen Diskussionen über verschiedene Ideallinien.

 

Das Wetter machte uns dieses Wochenende mal keine Sorgen und wir konnten die ganze Zeit von trockenen und guten Verhältnissen ausgehen. Der Veranstalter hatte wohl kleine Startschwierigkeiten und somit fand unser 1. Trainingslauf erst um die Mittagszeit statt. Der Osella lief einwandfrei, doch die Reifen bauten nicht gerade einen super Grip auf. Somit kam ich mit 54.235 sec auf den 6. Zwischenrang, hinter Guy Demuth (Osella FA30), Cyrille Frantz (Osella PA27/BMW), Jacques Marchal (Norma/BMW), Fabien Frantz (Raynard/Mugen) und Billy Ritchen (Lola/Cosworth).

Für den 2. Trainingslauf nahmen wir leichte Sep-Up-Änderungen am Osella vor und fuhren die neuen Reifen für den Sonntag an. Das Auto hatte spürbar mehr Grip und ich konnte in 52.156 sec die vorläufige Bestzeit realisieren. Im 3. Probedurchgang montierten wir dann wieder die alten Reifen und ich war in 52.234 sec nur unwesentlich langsamer und konnte mich über den Trainingssieg freuen. Doch mir war da schon klar, dass am Sonntag in den Rennläufen schnellere Zeiten zu erwarten sind.

 

Auch der Sonntag war ein schöner Frühlingstag und bereits am Vormittag recht warm. Somit konnte schon im 1. Rennlauf mit Topzeiten gerechnet werden. Der Osella untersteuerte im kurvigen unteren Teil, so war ich im Ziel mit meiner Zeit von 51.503 sec nicht gerade zufrieden. Billy Ritchen war dann in 51.426 auch einen Hauch schneller als ich. Dicht hinter mir folgte Fabien Frantz mit 51.648. Für Spannung war also gesorgt.

 

Für den 2. Wertungslauf versuchten wir das Untersteuern ein wenig zu kurieren. Unten war ich dann auch schneller, aber leider gelang mir der obere Teil nicht optimal. So konnte ich mich nur minimal auf 51.326 sec steigern. Billy kam nicht mehr ganz an seine Zeit aus dem ersten Lauf heran, dafür überholte mich Fabien in 51.240 sec. Irgendwie fehlten mir immer 8/100 Sekunden.

 

Im 3. Rennlauf wollte ich nochmals alles geben. Das Auto fühlte sich aber irgendwie komisch an, ich fand nicht den nötigen Grip und macht zudem noch einen Fahrfehler im Mittelteil, womit ich bloss eine Zeit von 52.058 sec erreichte. Frantz fuhr nochmals 51.269 sec, Ritchen konnte sich auch nicht mehr wesentlich steigern und Guy Demuth kam noch auf 51.510. Weil in Luxemburg nur der schnellste aus drei Rennläufen gewertet wird, lagen die ersten vier Fahrer innerhalb von nur 0.27 sec und ich wurde mit 0.086 sec Rückstand gesamt Zweiter.

 

Nun haben wir eine längere Rennpause. Ich war aber bereits bei einem Pressetermin mit Präsentation vom diesjährigen Plakat vom Schweizer EBM-Lauf St-Ursanne - Les Rangiers am Freitag, 13. Mai. Am 16. - 17. Mai sind wir zudem bei KW-Suspensions in Fichtenberg/D auf dem Fahrwerksprüfstand und hoffen, da weitere Informationen zur Abstimmung des Osellas ausfindig machen zu können.

 

Der nächste Renneinsatz findet dann beim EBM-Lauf in Trier, 04. - 05. Juni 2011, statt...

 

 

Bis bald…

Marcel

Rangliste
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