Streckenrekord bereits im 1. Training















Bereits am Donnerstagabend reiste mein Team mit dem Bus und Material vor nach Oberhallau. Während ich am Freitag in der Werkstatt noch arbeitete, richteten sie alles perfekt her und absolvierten die Wagenabnahme. Als ich am Abend dann auch vor Ort war, musste ich bloss noch kurz die Strecke besichtigen.

 

Zum grossen Glück blieben wir in der Nacht von dem angekündigten grossen Unwetter verschont. Allerdings regnete es gegen Morgen doch recht stark und die Strasse war vorerst nass. Doch schon kurz nach neun Uhr zum 1. Training, war die Strecke bis auf ein paar kleine Flecken trocken. Ich fühlte mich mit dem Osella, beim nun zweiten Oberhallauer-Auftritt mit diesem Auto, schon recht wohl und konnte den Streckenrekord von Eric Berguerand von 1.12.26 bereits um rund eine halbe Sekunde unterbieten. Nur Joel Volluz (Raynard-F3000) und Florian Lachat erreichten noch eine Zeit unter 1.20 min.

 

Just als wir zurück im Fahrerlager waren, begann es zu regnen und auch in der Mittagszeit fielen nochmals einige Tropen, so dass ich mich erst kurz vor dem Start entschied, überhaupt an diesem 2. Trainingslauf teilzunehmen. Der Startbereich war noch ein wenig feucht, dementsprechend schlecht kam ich dann auch von der Startlinie weg. Der Einlenkpunkt der ersten, schnellen Rechtskurve war auch noch feucht; ich nahm ziemlich Gas weg. Der Rest war dann trocken und ich erreichte das Ziel in 1.13.74. Joel wurde etwa im gleichen Mass langsamer und Florian verzichtete ganz auf den Start.

 

Auch vor dem 3. Training fielen nochmals einige Schauer. Bis zu uns trocknete die Fahrbahn aber vollkommen ab. Mit besseren Reifen und ein paar Fahrwerkoptimierungen konnte ich mich auf 1.11.18 verbessern. Auch Volluz konnte eine Zeit knapp unter 1.12 realisieren, Lachat blieb knapp darüber.

Für den Renntag war also wieder für ordentlich Spannung gesorgt.

 

Der Sonntagmorgen begrüsste uns dann wolkenlos, aber sehr kalt. Weil die Veranstaltung am Morgen in den ersten Feldern äusserst reibungslos verlief, rückten wir bereits vor neun Uhr in die Startaufstellung vor. Die neuen Reifen fanden auf dem kalten Asphalt am Start noch nicht den optimalen Grip. Doch der Rest ging eigentlich ganz gut, nur vor dem Reservoir ging ich eindeutig zu früh vom Gas. Im Ziel konnte ich mich dennoch über einen neuen Streckenrekord in 1.10.51 freuen. Auch Joel Volluz (1.11.31) und Florian Lachat (1.11.43) blieben unter dem alten Streckenrekord. Dies stellte wohl ein Novum in der Schweizer Bergrennszene dar.

 

Direkt nach der Mittagspause, bei angenehm milden Temperaturen konnte ich nochmals einen Angriff lancieren. Schon der Start bot massiv mehr Grip und tatsächlich konnte ich Zeit und Rekord auf 1.09.73 drücken. Dies war auch nötig, denn Joel steigerte sich auf 1.10.18 und Florian auf 1.11.30.

Auch im 3. Rennlauf waren von den Temperaturen her immer noch Spitzenzeiten möglich. Ich konnte die erste Rechtskurve fast Vollgas durchfahren und kam vor dem Reservoir im 6. Gang in den Drehzahlbegrenzer. Auch der obere Teil gelang mir recht gut und ich konnte den Streckenrekord auf 1.09.55 runterschrauben. Volluz und Lachat fuhren beide 0.12 sec über ihren vorherigen Zeiten. Somit stand mein 6. Gesamtsieg mit 5. Streckenrekord in der Schweizer Bergmeisterschaft in der laufenden Saison fest. Damit benötige ich für die Titelverteidigung am kommenden Wochenende (03. - 04. September) am Gurnigel nur noch eine beliebige Klassierung!

 

 

 

bis bald…

Marcel

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2011
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