Die Schonzeit ist nun vorbei











Kein Scherz, meine Saison begann bereits am 1. April mit dem Autorennen auf der Indoorkartbahn in Roggwil. Eigentlich konnte sich dies im Vorfeld niemand vorstellen, dass ich mit dem grossen Osella da überhaupt um die Ecken komme. Als Fahrer ist das Umrunden der Kartbahn schon ein riesen Kampf und Krampf.

 

Anfangs tat ich mich auch schwer und im 1. freien Training kam ich noch nicht so zurecht und hatte mit Gripproblemen zu kämpfen. Leichte Fahrwerkseinstellungen zahlten sich aber im 2. Training schon deutlich aus und ich konnte mich in der Zeitenliste verbessern. Nach nochmaligen leichten Änderungen am Fahrwerk konnte ich mich im 1. Qualilauf an die Spitze setzen und den Rundenrekord für Autos bereits leicht unterbieten. Ich fand mich dann mit dem Osella auf der sehr engen Strecke je länger je besser zurecht, konnte immer mehr attackieren und unterbot den Streckenrekord um gut eine Sekunde und umrundete die 630 Meter lange Bahn in 37.330 sec.

 

Im Finallauf wurden dann ab stehendem Start zwei Runden gefahren werden. An meine Rekordzeit kam ich nicht mehr ganz ran, dennoch konnte ich dieses Rennen mit einem beruhigenden Vorsprung auf Jo Brunner (Formel Ford), Bruno Ianniello (Lancia S4) und Georg Pacher (Steyr Puch) gewinnen.

 

Zwei Wochen später, am 13.-14. April, standen die Testtage mit dem Team Sägesser Motorsport auf dem Circuit de Bresse auf dem Programm. Freitagmorgens war der Himmel noch etwas bewölkt, die Strecke aber trocken und somit konnten wir gleich beginnen, unser Testprogramm abzuspulen. Ich fühlte mich schon recht wohl im Osella und konnte bereits mit einer guten Rundenzeit im ersten Turn beginnen. Leider bekamen wir dann sofort Probleme mit dem Streckenbetreiber wegen des Lärms. Wir mussten unser Programm ein wenig umstellen und konnten immer nur Turns von drei Runden fahren. Dennoch konnten wir einige Einstellungen durchprobieren und ich konnte mich auf eine Zeit von 1.17.15 steigern. Leider schlichen sich relativ bald Getriebeprobleme ein, denen wir erst am Freitagabend auf die Schliche kamen. Wir fanden, nach Rücksprache mit dem Sadev-Importeur, den Fehler und hofften, am Samstag nochmals ausgiebig zu testen und auch das Getriebe auf seine einwandfreie Funktion zu prüfen.

 

Bei schönstem Sternenhimmel gingen wir dann auch zu Bett. Doch regnete es bereits, als wir Samstagmorgens erwachten. Wir gaben die Hoffnung auf besseres Wetter nicht auf und warteten geduldig bis Mittag. Als nach dem Mittagessen keine Besserung in Sicht war, entschieden wir uns, Auto und Material zu verladen und die Heimreise etwas früher anzutreten.

 

Letztes Wochenende konnte ich den Rennwagen und meine Fahrkünste im Showprogramm beim Automobilslalom Frauenfeld präsentieren. Dies ist eine perfekt durchorganisierte Veranstaltung mit sehr gutem Publikumsinteresse. Dabei wird ein Teil der Slalomstrecke in einen kleinen Rundkurs umgebaut, damit die Showblock-Fahrer ihre Runden drehen können. Jeweils kurz vor Mittag und ein weitere Mal Nachmittags konnten wir den Zuschauern unsere Autos vorführen und tüchtig angasen. So konnte ich den Osella nochmals auf Herz und Nieren prüfen und mich bei einigen Kilometern noch besser eingewöhnen.

 

Nun ist es aber vorbei mit der Eingewöhnungsphase, am kommenden Wochenende, 5.-6. Mai, beginnt nun auch für mich die Rennsaison beim Bergrennen in Eschdorf (Luxemburg). Dies wird sicher eine interessante Angelegenheit, sind doch 10 Formel 3000, 2 Osella FA30 und ein GP2 gemeldet. Das Kräftemessen kann also beginnen…

 

Bis bald…

Marcel

 

Rangliste
⇒Roggwil Final 2012
⇒Bresse Testzeiten Freitag