Die Motoren brüllen wieder







Nach einer langen Winterpause mit viel Schnee und auch vielen Wartungsarbeiten am Rennwagen konnten wir nun doch endlich wieder die Motoren aufheulen lassen.

 

Das erste Rennen in diesem Jahr bestritt ich bereits am Ostermontag, 1. April, im Race Inn Roggwil auf der Indoor-Kartbahn. Aber nicht wie im letzten Jahr mit dem Osella FA30, sondern mit dem alten Martini/ BMW. Dieser stand ja über zwei Jahre und ihm tat diese „Ausfahrt“ sehr gut. Auch der Sound in der Halle war sehr gut!

 

Anders als im vorigen Jahr mit dem Osella konnte ich bereits im 1. Training ein gutes Tempo angehen und gleich die Bestzeit markieren. Leider waren dann keine grossen Steigerungen mehr möglich und die Konkurrenz rückte mir je länger je näher. Vor dem alles entscheidenden Finale, mit stehendem Start und zwei gezeiteten Runden war unmöglich ersichtlich, wer das Rennen gewinnt. Ich konnte mich dann doch noch mal leicht steigern und beinahe fast zwei Traumrunden hinzaubern, die zum Sieg gereicht haben. Auf dem 2. Rang klassierte sich Bruno Ianniello (Lancia S4) und auf Rang drei Neel Jani (Trabusa-Trabant mit Hayabusa-Motorradmotor).

 

Am Freitag und Samstag, 12.-13. April, standen dann die Testtage mit dem Osella in Bresse auf dem Programm. Bereits die Anreise Donnerstagnacht durch den strömenden Regen nach Frankreich war eine Herausforderung. Leider regnete es auch am Freitagmorgen immer noch, daher entschied ich mich, auf eine Wetterbesserung am Nachmittag zu warten. Diese traf dann auch wirklich ein und ich konnte das Roll-Out bei noch feuchten Bedingungen vornehmen. Leider musste ich dann feststellen, dass der Zytek-Motor nicht rund, nicht auf allen Zylindern lief und steuerte bereits nach zwei Runden wieder die Box an.

 

Nach der Problembehebung konnte ich dann am späten Nachmittag ein erstes Mal mit voller Power auf Zeitenjagd gehen. Leider kam danach gleich wieder der Regen und beendete damit unseren ersten Testtag. Für Samstag versprach der Wetterbericht Besserung.

 

Am Morgen war es noch ein wenig bewölkt und daher trocknete die noch nasse Piste nur langsam ab. Somit entschied ich mich, beim 1. Test neue Bremsklötze anzufahren. Der 2. Test war dann absolut trocken und es waren gute Zeiten möglich. Wegen der Streckenvariante mit der zusätzlichen Schikane war ich dann mit meiner 1.18.316 sehr zufrieden, da diese doch gute 2.5sec auf die Rundenzeit zählte.

 

In der Mittagspause schlug mir der Veranstalter vor, die Schikane aufzumachen, um zu sehen, was für Rundenzeiten möglich wären. Leider waren auf dieser Strecke nach dem Mittag keine absolute Topzeiten mehr zu realisieren und ich konnte mich im 3. Test bloss auf 1.17.038 steigern. Nach drei Runden gaben zudem meine Bergreifen nicht mehr die nötige Bodenhaftung. Im 4. Test versuchte ich mich nochmals zu verbessern, aber ein Verbremser in der zweitletzten Kurve kostete einige Zehntel, somit blieb ich bei 1.17.219 stehen.

 

Alles in allem war es aber trotzdem ein gelungener Test, ich konnte doch einiges ausprobieren in Sachen Fahrwerk und Aerodynamik und mich mit ein paar Kilometern auf die bevorstehende Saison vorbereiten.

 

Meine ersten beiden Rennen werde ich nun im Rahmen der Berg Europameisterschaft bestreiten. Am 27.-28. April am Rechberg/A und 01.-02. Juni in Ecce Homo/CZ. Dies wird sicher eine sehr gute Standortbestimmung im Feld der besten Bergfahrer Europas. So hoffe ich, auch im 2013 an meine Erfolge anknüpfen zu können. 

 

bis bald...

Marcel

 

 

Rangliste
⇒Roggwil Gesamtergebnis 2013
⇒Bresse Klassement Freitag Gesamt
⇒Bresse Klassement Freitag Gruppe
⇒Bresse Klassement Samstag Gesamt
⇒Bresse Klassement Samstag Gruppe