1. Rennen unter erschwerten Bedingungen






Am Montag vor dem Rechbergrennen fing ich mir irgendwie eine lästige Erkältung ein. Bevor wir am Donnerstagabend die 880 Km lange Anreise in Angriff nahmen, musste ich mir gut überlegen, ob es sich überhaupt lohnt, so weit zu einem Rennen zu fahren, wenn ich dann vielleicht nicht starten kann. Doch während der Anfahrt konnte ich mich ein wenig schonen und trotzdem ging es mir am Freitag noch nicht wirklich gut. Und ich wusste noch immer nicht, ob ich in dem Zustand an Training und Rennen teilnehmen kann. Dennoch musste ich die Strecke ein wenig besichtigen und die Wagenabnahme erledigen. Nach dem Abendessen nahm ich nochmals meine Medikamente und ging zeitig zu Bett.

 

Samstags fühlte ich mich ein wenig besser und besichtigte in der Früh nochmals mit Roger Schnellmann die Strecke. Gegen Mittag konnten wir dann zu unserem 1. Trainingslauf ausrücken. Eigentlich fühlte ich mich relativ gut. Doch im Auto spürte ich, dass meine Kräfte doch noch nicht ganz verfügbar waren. Ich konnte aber meine angestrebte Zeit realisieren und in 2.09.062 den 3. Platz hinter Milos Benes (Osella FA30, 2.01.335) und Simone Faggioli (Osella FA30, 2.03.513) übernehmen.

 

Mein Osella FA30 lief soweit eigentlich sehr gut, weshalb wir auf den 2. Probelauf nur eine kleine aerodynamische Änderung vornahmen. Das Auto fühlte sich danach ein wenig störrischer an, ich konnte mich aber um fast fünf Sekunden auf 2.04.326 steigern und immer noch den 3. Rang einnehmen. Faggioli und Benes tauschten erwartungsgemäss die Plätze und Joel Volluz (Osella FA30, 2.04.818) rückte bis auf 0.5 Sekunden auf.

 

Auf das 3. Training bauten wir wieder auf mehr Aerodynamik zurück. Im Topspeed wirkte sich dies nur gering aus. Ich konnte nochmals gute zwei Sekunden schneller fahren und musste mich in 2.02.175 knapp mit dem 4. Trainingsrang zufrieden geben. Volluz überholte mich um knappe 0.1 Sekunden, Faggioli zeigte in 1.57.765 seine Klasse auf, gefolgt von Benes mit einer Sekunde Abstand. Aufgrund der alten Reifen, die ich im Training verwendete, konnte ich mir aber eine gute Steigerung für den Renntag mit neuen Reifen ausrechnen.

 

Auch Sonntagfrüh besichtigte ich noch kurz die Strecke. Leider machte mein Gesundheitszustand nicht mehr so Fortschritte und vor dem Start zum 1. Rennlauf fühlte ich mich gerade gar nicht gut; wieso auch immer. Trotzdem, ich merzte meine Problemzonen aus dem Training einigermassen aus und die neuen Reifen boten massiv mehr Grip. Dies ergab für mich eine Laufzeit von 1.58.375 und reichte aus, um den 2. Platz im Zwischenklassement hinter Simone Faggioli (1.55.750) zu übernehmen. Hinter mir folgten Milos Benes (2.00.041) und Joel Volluz (2.01.282).

 

Viele Fahrer konnten ihre Zeiten aus dem 1. Rennlauf im 2. Wertungslauf verbessern. Dies zeigte uns, dass die Strecke noch in gutem Zustand war. Mit gelang eine recht gute Fahrt, wobei ich in einer schnellen Rechtskurve leicht zu langsam war und damit wertvolle Zeit liegen liess. Dennoch, ich konnte mich minimal auf 1.57.959 steigern. Faggioli (1.56.835) fuhr nochmals Laufbestzeit und zum Gesamtsieg, Benes (1.57.616) war in dieser Auffahrt leicht schneller als ich, konnte mich aber in der Addition nicht mehr gefährden. Ich durfte wie vor zwei Jahren einen 2. Platz beim Rechbergrennen feiern und somit erfolgreich in die Saison 2013 starten. Zu diesem erfolgreichen Start spielte auch das Wetter mit. Das ganze Wochenende über schien die Sonne und die Temperaturen tagsüber liessen Sommerfeeling aufkommen.

 

Nach der Siegerehrung konnten wir leider erst um 21 Uhr die weite Heimreise antreten. Bei unserer Ankunft zu Hause Montagmorgen um halb Acht konnten wir gleich den Betrieb öffnen.

 

Nun – es ist bereits Freitagabend – sind wir wieder auf dem Weg zum nächsten Rennen nach Eschdorf in Luxemburg. Danach steht eine kurze Pause bis zum ersten Juniwochenende und dem Rennen in Ecce Homo in Tschechien an.

 

Bis bald…

Marcel

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2013
⇒Klassenergebnis Rennen 2013
⇒Gesamtergebnis Training 2013