Mit zwei zweiten Plätzen zurück aus Deutschland



























Am Montag nach dem Glasbachrennen bereiteten wir noch vor Ort in Bad Liebenstein den Osella vor für das Rennen in Osnabrück am Wochenende darauf. Als dann wieder alles verstaut und am richtigen Platz war, fuhren wir am Abend die 300 Km nach Borgloh, nahe Osnabrück. Da wurden wir bereits vom Organisationskomitee empfangen und auf einen schönen und ruhig gelegenen Platz geleitet, wo wir für den Rest der Woche unseren Bus und die LKWs stehen lassen und ein paar ruhige Tage verbringen konnten.

 

Bereits Donnerstag vor dem Mittag konnten wir unseren Platz im Fahrerlager beziehen und uns einrichten. Am Freitag nahmen wir dann noch letzte Abstimmungsarbeiten am Osella für diese Strecke vor. Am Nachmittag stand noch ein kleiner Fototermin an und die Wagenabnahme war auch schnell erledigt. Die Streckenführung kannte ich aus den Vorjahren gut, bei der Besichtigung stellte ich aber bald fest, dass die Strasse schlechter und mit viel Bitumen und Splitt geflickt wurde und an einigen Stellen am Rand recht abfiel.

 

Daher waren wir am Samstag im 1. Trainingslauf auch gespannt, wie sich die Strecke verhält und vor allem, wie sie dann die hohen Temperaturen aushalten wird. Soweit war noch alles gut und auch der Grip war nicht schlecht. In 54.493 konnte ich schon eine ordentliche Zeit hinlegen. Hinter mir platzierten sich Joel Volluz (Osella FA30, 55.559), Guy Demuth (Osella FA30, 55.934), Eric Berguerand (Lola F300, 56.519) und Julien Ducommun (Osella FA30, 58.312).

 

Weil das Auto beim Anbremsen leicht aufsetzte, passte ich ein wenig die Bodenfreiheit für den 2. Probelauf an. In den Zeiten rückten wir bereits alle recht nahe zusammen. Ich konnte mit 53.941 die Führung behaupten, aber Joel (54.458) und Julien (54.954) schlossen nahe auf und Eric (55.542) und Guy (56.091) waren nicht allzu weit weg.

 

Das Verhalten der Vorderachse behagte mir nicht und ich wählte wieder die tiefere Variante des Autos. Damit konnte ich mich auf 53.198 verbessern; keine 2/10 Sekunde über dem Streckenrekord. Hinter mir wurde es aber nochmals enger in der Reihenfolge mit Volluz (53.364), Ducommun (53.687), Berguerand (54.680) und David Hauser (Dallara GP2, 55.645). Für den Renntag war also für Hochspannung gesorgt.

 

Wegen den zu erwartenden hohen Temperaturen war die Chance auf den Streckenrekord gleich morgens im 1. Wertungslauf am besten. Ich konnte mit meinen neuen Reifen einen recht guten Lauf hinlegen. Einzig beim Anbremsen der ersten Kurve war ich einen Tick zu früh. Sonst hat es ganz gut gepasst und über meine Zeit von 51.714 freute ich mich auch dementsprechend. Nur war Julien Ducommun vorher in 51.434 noch ein wenig schneller und somit der vorläufige Streckenrekord bei ihm. Hinter mir balgten sich Joel Volluz (53.059), David Hauser (53.096) und Eric Berguerand (53.721) um die Plätze.

 

Mein Start zum 2. Rennlauf zog sich ein wenig hinaus, denn Guy Demuth lehnte seinen Osella ein wenig gegen die Leitplanken und verursachte damit einen Rennunterbruch. Ducommun war zu diesem Zeitpunkt schon unterwegs, wurde angehalten und zum Start zurückgeführt zur Laufwiederholung. Er konnte danach nicht ganz an seine Zeit anknüpfen und fuhr lediglich 52.888. Ich kam auch bloss auf 52.277, konnte so aber mit rund 3/10 Sekunden die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. Volluz fuhr konstant (53.061) und Berguerand (53.115) überholte Hauser (53.429).

 

Vor dem 3. Rennlauf wurden wir von der Rennleitung bereits gewarnt, dass sich der Teer schon leicht abzulösen begann. Dies war natürlich nicht gerade die optimale Voraussetzung. Ich bremste an dieser Stelle ein wenig früher, was sich auch gleich in der Laufzeit von 52.738 niederschlug. Julien kam besser mit den Bedingungen zurecht und realisierte 52.153, womit er wieder die Führung übernahm. Joel (52.864) festigte seinen 3. Platz und Eric (53.041) distanzierte David (53.898).

 

Vor dem 4. Durchgang war also noch immer alles möglich. Als ich an die Startlinie fuhr, wurde das Rennen erneut unterbrochen. Alle waren angespannt, was passiert war, welcher der zuvor gestarteten Fahrer die Unterbrechung ausgelöst hatte. Die Schuld traf keinen Fahrer, sondern wurde durch einen Böschungsbrand verursacht. Als die Strecke dann freigegeben wurde, wollte ich nochmals alles geben und das Rennen zu meinen Gunsten drehen. Bereits in der ersten Kurve hatte ich einen heftigen Quersteher. Der obere Teil gelang mir recht gut, doch ich kam abermals nur auf 53.748. Mit dieser Zeit konnte ich zwar den 2. Platz sichern, musste mich aber schlussendlich um 0.9 Sekunden aus vier Läufen von Julien Ducommun (52.064) geschlagen geben. Die Schweizer Festspiele in Osnabrück komplettierten Joel Volluz als Dritter und Eric Berguerand auf dem vierten Platz. Auf Platz fünf folgte der Luxemburger David Hauser.

 

Die nächsten Rennen werde ich nun in der Schweiz bestreiten. Die nächsten Termine:

 

17. - 18. August St. Ursanne - Les Rangiers

24. - 25. August Oberhallau

07. - 08. September Gurnigel

 

Gerne lasse ich mich bei diesen Rennen durch viele Fans und Zuschauer unterstützen.

 

Bis bald…

Marcel

 

Photos copyright by Uwe Gerken, Osnabrück

 

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