Der Regen war für mich ein Segen















Als ich Donnerstagabend endlich mit meiner Arbeit in der Werkstatt fertig war, konnte ich mich mit reichlich Verspätung auf den Weg nach Oberhallau machen. Da es aber nicht eine riesen Entfernung war und ich meinen langjährigen Fahrerlagerplatz auf sicher hatte, war dies nicht ein Problem.

 

Gegen Freitagmittag hörte der Regen dann auf und wir konnten, bei aufklarendem Himmel und angenehmen Temperaturen, das Zelt stellen und unsere „Box“ einrichten. Danach hatte ich am Martini noch ein paar kleine Handgriffe zu erledigen und auch noch einige Fahrwerkseinstellungen vorzunehmen. Dazwischen war auch noch die Wagenabnahme und Streckenbesichtigung zu erledigen.

 

Samstagfrüh war die Strecke nach dem nächtlichen Regen aber wieder vollständig aufgetrocknet und uns stand ein schöner und recht warmer Tag bevor. Der 1. Trainingslauf stand dann kurz vor Mittag an für uns. Ich machte mal eine zügige Besichtigungsfahrt, da ich nun schon wieder zwei Monate nicht mehr in diesem Auto gesessen hatte und der letzte Renneinsatz mit dem Martini 2009 war. In 1.17.42 konnte ich mich gleich auf den 3. Platz stellen, hinter Eric Berguerand (Lola F3000, 1.12.97) und Simon Hugentobler (Reynard F3000, 1.17.13) und vor Christian Balmer (Formula Master, 1.18.99) und Uwe Lang (Osella/BMW, 1.20.32).

 

Nach kleinen Fahrwerkseinstellungen rechnete ich mir für den 2. Probelauf doch eine ordentliche Steigerung aus. Diese fiel in 1.16.75 eher spärlich aus. Zudem fiel ich auf den vierten Rang zurück, hinter Berguerand (1.11.34), Hugentobler (1.14.83) und Lang (1.16.58).

 

Weil der Martini wieder eher untersteuernd war in den langsamen und mittelschnellen Kurven, versuchte ich dies auf das 3. Training über die Fahrzeughöhe an der Vorderachse zu korrigieren. Zudem machten wir die Reifen mit dem Heissluftföhn noch sauber. Dies zahlte sich aber auch wieder nur minimal in 1.16.18 aus. Eric fuhr bereits 1.10.87, Simon (1.16.73) konnte seine Zeit nicht bestätigen und Uwe steigerte sich auf 1.16.51. Für das Rennen war Eric Berguerand haushoher Favorit, jedoch um den zweiten Platz bahnte sich ein spannender Kampf an zwischen Simon Hugentobler, Uwe Lang und mir.

 

Der Sonntagmorgen begrüsste uns dann bewölkt und recht kühl. Und auch die Wettervorhersage war nicht gerade freundlich. Der 1. Rennlauf war aber noch trocken und wir konnten auf Zeitenjagd gehen. Aber schon mein Start war nicht optimal und in der ersten schnellen Rechtskurve hatte ich mit den neuen Reifen untersteuern. Erst ab dem Abschnitt „Reservoir“ war der richtige Grip da, dennoch kam ich bloss auf 1.15.96. Berguerand stanzte 1.10.75 in den Asphalt, Hugentobler folgte mit 1.15.40 und Lang war in 1.15.83 knapp vor mir.

 

In der Mittagspause wurde mein Team und ich von einer 50 köpfigen Delegation von geladenen Gästen durch den Veranstalter besucht, um ein wenig Auskunft über den Bergrennsport, den Aufwand und das Auto zu geben. Leider kam dann kurz darauf auch der Regen. Für die Zuschauer, den Veranstalter und die Helfer ist dies sehr zu bedauern. Für mich und das Klassement war es von Vorteil. Ich konnte mich in 1.30.61 von meinen Konkurrenten „freischwimmen“ und bei den Rennsportfahrzeugen Laufbestzeit realisieren. Eric erreichte 1.32.80, Christian 1.37.79 und Simon (1.39.79) und Uwe (1.45.71) gingen unter.

 

Zwischen dem 2. und dem 3. Lauf regnete es immer wieder ein wenig, jedoch bei weitem nicht mehr so stark wie unmittelbar vor und während dem 2. Lauf. Daher waren Zeitverbesserungen zu erwarten und ich musste nochmals angreifen. Vorsichtshalber stellte ich den Martini noch ein bisschen höher, da im 2. Rennlauf das laufende Wasser auf der Strasse zum Teil über das Auto kam. Ich konnte mich mit einer soliden Fahrt auf 1.25.29 steigern. Aber auch Hugentobler (1.28.84), Balmer (1.29.24) und Lang (1.33.25) konnten sich steigern. Zu guter Letzt fuhr Berguerand (1.21.25) noch Laufbestzeit und zum ungefährdeten Gesamtsieg.

 

Das Tagesklassement wurde durch den Regen ziemlich durcheinander gewirbelt, da die zwei besten Zeiten aus den drei Läufen zur Wertung zählten. Eric Berguerand gewann somit unangefochten vor mir, Simon Hugentobler und Christian Balmer, danach folgten bereits die zwei schnellsten Tourenwagen.

 

Bereits am kommenden Wochenende, 06.-07. September, steht schon wieder mein Heimrennen am Gurnigel an. Im Interesse der Zuschauer, dem Veranstalter, den Helfern und der Fans hoffe ich natürlich auf besseres Wetter! Bei welchem Wetter auch immer, ich freue mich auf jeden Besuch beim Rennen und auf ein Vorbeischauen im Fahrerlager.

 

Bis bald…

Marcel

 

Rangliste
⇒Gesamtergebnis Rennen 2014
⇒Klassenergebnis Rennen 2014
⇒Beschleunigungs-Messung Start 2014
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