Guter Saisonstart mit dem alten Martini
































Steiner Motorsport gibt es noch! Auch wenn lange nichts mehr von uns zu hören war, sind wir noch da und wenn es darauf ankommt, auch noch erfolgreich dazu.

 

Die Gründung einer GmbH inklusive Übernahme der Firma meines Vaters beanspruchte mich doch sehr. Dennoch waren wir im Frühling einige Male mit den Caterhams im Clubsportbereich unterwegs und der Martini war am 23. Mai in der Stockhornarena an der Oldtimer Show ausgestellt.

 

Nach dieser Ausstellung war es dann gleich an der Zeit, das Auto für das erste Rennen in Hemberg fit zu machen. Nach viel Hektik und Schweissvergiessen durch die Woche, waren wir am Donnerstagabend endlich startklar, um Richtung Hemberg zu reisen. Gegen Mitternacht erreichten wir unseren Platz bei der Garage Keller. Da wir den Rennwagen bei Theo Keller direkt in die Halle stellen durften, konnten wir den Freitag gemütlich angehen. Mit Streckenbesichtigung, Wagenabnahme und diversen Gesprächen war der Tag aber dann doch schnell rum.

 

Samstagfrüh war es windig und recht kühl. Vor Sieben machte ich mich nochmals auf zur Streckenbesichtigung. Nachdem wir den Martini startklar hatten, wurden wir kurz nach Neun zur Runterführung des 1. Trainingslaufs geholt. Unten angekommen, mussten wir wegen der Bergung eines verunfallten Kollegen noch etwas auf unseren Start warten. Nach neun Monaten nicht mehr im Sportwagen, war ich schon etwas nervös und angespannt, wie sich das am Berg wieder anfühlt. Ich fuhr einen lockeren Lauf und konnte in 1.00.17 gleich eine gute Zeit realisieren. Nur Eric Berguerand (Lola-F3000, 58.23) war schneller.

 

Als wir in der Aufstellung zur Rückführung an den Start zum 2. Training waren, konnten wir erst noch die eindrückliche Flugshow der PC-7-Piloten bewundern. Mit einigen Veränderungen am Fahrwerk nahm ich diesen Lauf unter die Räder, welche sich in 58.82 auszahlten. Bestzeit stellte einmal mehr Eric in 57.27 auf, hinter mir klassierten sich Christian Balmer (Formula Master, 59.92), Philip Egli (Dallara-F3, 1.00.94) und Simon Hugentobler (Reynard F3000, 1.02.19).

 

Top motiviert über den Fortschritt aus den ersten beiden Trainings, fuhr ich nach weiteren minimalen Einstellungen am Start weg zum 3. Probelauf. Leider wählte ich bei Kurve 2 einen etwas zu späten Bremspunkt, schon stand der Martini beim Einlenken quer und die Zeit lief mir davon. Weil ich den Fehler wettmachen wollte, touchierte ich in der Links nach dem „Rütelirank“ auch noch am Scheitelpunkt innen das Mäuerchen. Damit war dann nichts mehr zu erreichen und die Zeit von 59.63 eher enttäuschend. Dennoch reichte es für die zweitschnellste Zeit hinter Berguerand (56.53), doch Balmer (59.87), Hugentobler (1.00.21) und Egli (1.00.60) rückten näher.

 

Im anschliessenden 4. Training wollte ich es besser machen. Doch auch diesmal gelang mir die Kurve 2 nicht optimal und ich schloss den Tag mit einer Zeit von 59.19 ab. Eric verzichtete auf dieses Training und von meinen Verfolgern konnte keiner mehr die Minutengrenze knacken. Nach einem erfolgreichen Training konnten wir bei einem gemütlichen Feierabendbier mit Toni Brunner den Tag ausklingen lassen und ihm und seinen Kollegen den Rennwagen erklären.

 

Nicht ganz üblich, aber am Sonntagmorgen konnten wir einen 5. Trainingslauf quasi als Warmup bestreiten. Mit frisch abgezogenen Reifen, dem letzten Tropfen Benzin im Tank und mit einer noch nicht ganz abgetrockneten Strecke konnte ich in 58.91 schon an meine Samstagszeiten anknüpfen.

 

Für den 1. Rennlauf habe ich mir etwas bessere Reifen aufgespart, ansonsten hatte ich meine Abstimmung recht gut gefunden. Bereits in den ersten Kurven spürte ich den besseren Grip und konnte gut attackieren. Im Ziel leuchtete 57.29 auf für mich. Aber wieder keine Zeit unter der 57-er Marke, denn diese versuchte ich nun seit drei Jahren mit dem Martini zu knacken. Immerhin reichte diese Zeit aber für den zweiten Zwischenrang hinter Eric Berguerand (55.28) und vor Simon Hugentobler (58.24), Christian Balmer (59.10) und Philip Egli (59.44). Unmittelbar nach unserem Rennlauf konnten wir nochmals die PC-7 Flugstaffel bewundern.

 

Im 2. Wertungslauf wollte ich nun endlich eine 56-er Zeit! Doch nach gutem Start rutsche ich wieder leicht in meine „Problem“-Kurve 2 und die Zeit war wieder futsch. Somit erreichte ich das Ziel in 57.55, was mir aber einen ungefährdeten 2. Platz im Tagesklassement hinter Eric Berguerand (54.92) einbrachte. Christian Balmer (58.41) und Simon Hugentobler (59.60) tauschten in der Addition noch die Plätze.

 

Eigentlich wäre noch ein 3. Rennlauf auf dem Programm gestanden. Wir bereiteten uns auch akribisch darauf vor. Aber gerade wo wir uns zur Startaufstellung begeben wollten, setzte heftiger Regen ein. Somit fiel dieser Lauf buchstäblich ins Wasser und wurde von der Rennleitung gestrichen.

 

Mein weiteres Rennprogramm sieht bereits am 28. Juni das Bergrennen Reitnau vor. Danach werde ich voraussichtlich am 29. - 30. August in Oberhallau und ganz sicher 12. - 13. September am Gurnigel fahren.

 

Bis bald…

Marcel

 

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