Knapp am Podest vorbei in Oberhallau












Die Arbeit liess uns erst am Freitagmittag die Reise nach Oberhallau antreten. Das befürchtete Verkehrschaos betraf uns nur gering und so konnten wir um vier Uhr ins Fahrerlager einfahren. Danach mussten wir ein wenig Gas geben mit Ausladen, Fahrerlagerplatz einrichten, Wagenabnahme und Strecke besichtigen.

 

Samstagfrüh vor Trainingsbeginn fuhr ich die Strecke bei perfektem Spätsommerwetter nochmals kurz ab. Nach kleinen Einstellarbeiten waren wir dann gut vorbereitet für den 1. Trainingslauf, der sich durch erste Ausrutscher der Teilnehmer ein wenig verzögerte. Gegen Elf war es dann soweit. Schon der Start vermittelte mir ein gutes Gefühl mit reichlich Grip. So fuhr ich einen zügigen, aber lockeren ersten Lauf und war mit meiner Zeit von 1.16.89 recht zufrieden. So konnte ich mich auch gleich an 3. Stelle einreihen, hinter Joel Volluz (Osella FA30, 1.12.03), Eric Berguerand (Lola F3000, 1.12.99) und vor Simon Hugentobler (Reynard F3000, 1.17.09) und Christian Balmer (Formula Master, 1.18.54).

 

Auf den 2. Probelauf machte ich bloss die Reifen mit dem Heissluftföhn sauber, sonst nahm ich noch keine weiteren Veränderungen vor. Trotzdem konnte ich mich auf 1.16.22 steigern. Vorne weg zogen Volluz (1.11.22) und Berguerand (1.12.34), wobei Hugentobler (1.16.26) und Balmer (1.16.73) zu mir aufrückten.

 

Im 3. Training versuchte ich es mit leicht veränderter Fahrwerkseinstellung. Die Sonne stand aber schon recht tief und der schnelle Linksknick im Wäldchen war nicht so gut einsehbar. Ich versuchte nochmals alles zu geben, kam aber nicht über 1.16.30 hinaus. Auch auf der Datenaufzeichnung konnte ich nicht genau eruieren, wo ich die Zeit verloren hatte, da die Aufzeichnung während des Laufes unterbrochen wurde durch ein stehendes Rad beim Anbremsen. Joel (1.10.88) stellte erneut Bestzeit auf vor Eric (1.11.86), hinter mir tauschten Christian (1.16.37) und Simon (1.16.70) die Plätze in diesem Trainingslauf.

 

Für Sonntagfrüh stand nochmals dasselbe Ritual zur Vorbereitung an. Beim Fahrwerk entschied ich mich für einen Mittelweg der Trainingseinstellungen und, wie die meisten Fahrer aus der Spitzengruppe, hatte ich neue Reifen zur Verfügung. Leider lenkten meine unangefahrenen Vorderräder in der ersten, schnellen Rechtskurve nicht ganz optimal ein und ich musste leicht vom Gas gehen. Der Rest gelang mir eigentlich ganz gut (laut Datenaufzeichnung zum Teil sogar besser als 2009, bei meinem letzten Sieg mit dem Martini). Doch diese Zeit reichte schlussendlich nur für den 4. Zwischenrang. Erwartungsgemäss fuhr Joel Volluz (1.10.22) vor Eric Berguerand (1.10.72) Bestzeit, gefolgt von Simon Hugentobler (1.14.87). Hinter mir reihte sich Christian Balmer (1.15.57) ein. Zwischen Platz 3 und 5 ging es also sehr eng zu und her.

 

Das Auto funktionierte soweit gut, daher liess ich die Abstimmung, wie sie war. Im 2. Wertungslauf konnte ich den Rechtsknick nun endlich „voll“ nehmen. Dies wirkte sich auch gleich in einem leicht besseren Topspeed aus. Ich war aber lediglich um 0.2 sec schneller im Ziel. Volluz (1.09.86) setzte sich, mit der einzigen Zeit unter 1.10, weiter ab und auch Hugentobler (1.13.96) war nun ausser Reichweite. Balmer (1.14.84) fuhr sogar eine leicht schnellere Zeit als ich, in der Addition der beiden Läufe konnte ich mich aber noch behaupten. Berguerand patzte vor der Tarzankurve, schlug an der Leitplanke an, musste einen Umweg durch die Wiese in Kauf nehmen und war dementsprechend nur in 1.38.68 im Ziel.

 

Da Christian Balmer und ich nach zwei Läufen so nah beieinander lagen, war im 3. Rennlauf noch alles möglich. Ich musste also nochmals alles geben! Der Start gelang mir gut. Leider ging der 4. Gang nicht gleich rein und nach nochmaligem Ziehen am Schalthebel war dann leider gleich die 5. Fahrstufe eingelegt. So hatte ich nicht die optimale Beschleunigung Richtung Reservoir. Dies schlug sich dann gleich auf die Laufzeit von 1.15.52 nieder. Somit musste ich geduldig warten, was Christian abliefern würde. Auch ihm gelang wohl nicht die optimale Fahrt (1.15.86), wobei ich aus der Addition der zwei besten Zeiten die Oberhand behielt. Mit erneuter Bestzeit (1.10.21) fuhr Joel Volluz zum Gesamtsieg, Eric Berguerand (1.13.23) bescherte sich mit einer Sicherheitsfahrt mit repariertem Auto den 2. Platz. Simon Hugentobler (1.14.02) konnte mich das erste Mal schlagen und sicherte sich den letzten Podiumsrang.

 

Nun laufen bereits die Vorbereitungen für unser Heimrennen am 12.-13. September am Gurnigel. Über einen Besuch bei uns im Fahrerlager oder an der Strecke freuen wir uns natürlich sehr.

 

Bis am Gurnigel…

Marcel

 

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