Endlich läuft der LobArt/Mugen








In den zwei Wochen zwischen Hemberg und Reitnau kamen wir dem Motorproblem durch intensive Suche auf die Schliche. Nach etlichen Stunden, einer Menge Schweiss und Hirnschmalz fanden wir im Kabelstrang hinter einem Steckerpin ein abvibriertes Kabel, welches das Signal vom Nockenwellensensor an das Steuergerät liefern sollte. Nach dieser Reparatur konnten wir den Motor in der Werkstatt etliche Male gut starten - somit waren wir für das Bergrennen in Reitnatu sehr zuversichtlich.

 

Der Samstag lief mit der Einrichtung des Fahrerlagerplatzes, Streckenbesichtigung und Wagenabnahme eher ruhig ab. Nach abermals heftigen Regenfällen in der Nacht begrüsste uns der Sonntagmorgen sehr freundlich und sonnig. Nach dem Vorwärmen des Motors fuhr ich meine neuen Bremsklötze auf dem Bock ein wenig an. Danach waren wir bereit für das 1. Training. Ich war sehr gespannt, wie sich das Auto und die neuen Reifen auf trockener Bergstrecke anfühlen würden. In den ersten Kurven hatte ich gleich recht guten Grip, doch beim starken Beschleunigen Richtung Zuschauerkurve brach mir schlagartig das Heck aus. Ich nahm etwas Aggression raus und fuhr auf Sicherheit ins Ziel. In 53.37 konnte ich bereits die drittschnellste Zeit realisieren. Damit lag ich hinter Eric Berguerand (Lola-F3000,50.37) und Thomas Amweg (Dallara-F3, 52.90), aber vor Joel Volluz (Osella FA30, 1.10.23) und Christian Balmer (Formula Master, 54.05), welche beide noch technische Probleme hatten. Mit einigen Veränderungen am Fahrwerk und älteren Reifen konnte ich mich im 2. Trainingslauf auf 52.55 steigern. Ich rutschte jedoch hinter Berguerand (49.92) und Volluz (50.67), Balmer (52.41) und Amweg (52.47) auf den 5. Trainingsrang ab, wobei Balmer, Amweg und ich nur durch einen Wimpernschlag getrennt waren.

 

Mit verändertem Fahrwerk Set-Up und neuen Reifen startete ich zum 1. Rennlauf. Der LobArt fühlte sich nun schon um einiges besser an. Dennoch brauche wohl noch einige Läufe und Kilometer, um mich mit dem Auto vertraut zu machen und mich richtig wohl zu fühlen. In 51.15 reihte ich mich an 4. Position des Tagesklassements ein, erwartungsgemäss hinter Eric (48.83), Joel (49.84) und Thomas (50.74), aber vor Christian (51.75).

 

Zwischen 1. und 2. Rennlauf wurden wir von vielen Leuten besucht – das hat uns wie immer sehr gefreut, vielen Dank dafür! Mein perfekt arbeitendes Team schaffte es währenddessen trotzdem noch, die Hinterachse umzubauen. Deshalb an dieser Stelle auch wieder einmal herzlichen Dank an meine Crew! Im Fahrverhalten stellte sich die Änderung der Hinterachse leider eher als Rückschritt heraus und ich war knapp 0.4 sec (51.54) langsamer als im ersten Lauf, konnte aber meinen 4. Platz in der Gesamtwertung halten und die E2-Sportscar gewinnen.

 

Nun steht uns eine vierwöchige Pause bevor, bis es vom 23. - 24. Juli im Wallis mit dem Bergrennen Ayent-Anzère weitergeht. Diese Zeit möchten wir natürlich bereits für Weiterentwicklungen und Abstimmungsarbeiten nutzen. Danach geht es Schlag auf Schlag in die Herbstsaison!

 

Ich wünsche euch eine schöne Sommerpause und bis bald…

Marcel