Best of the Rest









Wir setzten nochmals auf die altbewährte Variante zur Vorbereitung des Rennens. Mein Vater Heinz und Peter Sägesser reisten bereits am Donnerstagnachmittag vor. Als ich dann am Freitagnachmittag ankam, war alles bereits perfekt eingerichtet. Ich musste nur noch die Wagenabnahme erledigen und mich um die Streckenbesichtigung kümmern.

 

Samstag früh besichtigte ich mit meinem Mechaniker Stefan Etter die Strecke nochmals kurz und wir stellten fest, dass die neu asphaltierte Waldpassage noch nasser war als wir es erwartet hatten. Da sich danach die Sonne nur spärlich zeigte, wurde ich von den anderen Fahrern informiert, dass sich auch vor meinem Start zum 1. Trainingslauf daran immer noch fast nicht geändert hatte. Also im unteren Teil das Auto fühlen und im Wald Vorsicht walten lassen… So erreichte ich sicher und in 1.56.920 das Ziel. Dies war auf demselben Niveau vom letzten Jahr, nur war damals die Strecke trocken. Die Bestzeit markierte Christian Merli (Osella FA30, 1.47.764) vor Simone Faggioli (Norma M20FC, 1.49.440) und mir, ansonsten gab es keine Zeiten unter 2 Minuten mehr.

 

Da ich mit dem Fahrverhalten des LobArt/Mugen nicht so happy war, versuchten wir dies über einige Eingriffe im Fahrwerks-Set Up für das 2. Training zu korrigieren. Das Auto fühlte sich jedoch dadurch nicht wirklich besser an. Die Strecke war aber nun trocken und ich konnte mich auf 1.51.429 steigern. Aber auch die beiden Italiener machten denselben Sprung auf 1.44-er Zeiten.

 

Unsere Arbeiten am Fahrwerk führten wir konsequent weiter, wechselten aber zudem auf andere Reifen. Durch viele Unterbrechungen des Trainingsbetriebs war der Zeitplan aus den Fugen geraten. Daher zögerte sich unser 3. Probelauf bis nach sieben Uhr hinaus. Im unteren, noch nicht neu asphaltierten Teil, war die neue Abstimmung kontraproduktiv. Im Wald auf dem neuen „Teppich“, funktionierte sie, wobei die Verbesserung auf 1.50.455 aber trotzdem zu gering ausfiel. Faggioli (1.43.626) legte vor, gefolgt von Merli (1.44.160), hinter mir reihte sich überraschend Billy Ritchen (Dallara F3, 1.54.861) im schnellsten Zweiliterauto ein.

 

Nach dem zähen Trainingstag hofften wir nun alle auf einen reibungslosen Rennsonntag bei schönem Sonnenschein. Leider erfüllte sich unser Wunsch nicht. Bereits nach wenigen gestarteten Autos ereignete sich der erste Unfall und dies zog sich dann leider abermals durch den ganzen Tag. Mein 1. Rennlauf fand mit etwa drei Stunden Verspätung statt. Nur wenige Sekunden bevor ich meine Fahrt aufnehmen wollte, stand wieder wegen eines technischen Defekts am Auto des Fahrers vor mir, ein Unterbruch an. Ich musste an der Startlinie eine gefühlte Ewigkeit (ca. 20 Minuten) warten. Dann ging es endlich los… Mit neuen Reifen, neuem Set Up, neuer Motivation… Der LobArt und ich harmonierten aber nicht perfekt und einige „Lupfer“ zu viel liessen die Uhr bei 1.49.035 stehen. Dies bedeutete den angestrebten 3. Platz im Zwischenklassement, hinter Simone Faggioli (1.41.597) und Christian Merli (1.42.392). Leider war der Rückstand zu den beiden italienischen EBM-Cracks schon etwas gross.

 

Nun versuchten wir aus allen Läufen die besten Erkenntnisse herauszufiltern und daraus die Abstimmung für den 2. Wertungslauf zusammenzustellen. Mit dem Auto wären wir schnell fertig gewesen, wegen vieler Unfälle auf der Strecke begann dann aber das lange Warten. Erst kurz vor acht Uhr konnte ich nochmals starten. Gerüchte über viel Öl und Bindemittel auf der Strecke bestätigten sich nicht und waren auch auf der Streckentafel vor dem Start nicht angezeigt. Bei bereits kühleren Temperaturen wollte ich das Set Up nochmals testen. Das unangenehme „Bouncen“ auf der Vorderachse brachten wir jedoch nicht weg. Ich konnte mich aber nochmals leicht steigern, 1.48.709 realisieren und mir den 3. Rang in der Gesamtwertung und die maximalen 25 Punkte für die Schweizer Bergmeisterschaft sichern. Simone Faggioli (1.41.722) holte sich den Gesamtsieg und Christian Merli, mit neuem Streckenrekord, kurz vor Einbruch der Dämmerung den zweiten Platz. Gratulation den beiden!

 

Bereits am kommenden Wochenende (26.-27. August) kämpfe ich um die nächsten Punkte zur Schweizer Bergmeisterschaft beim Bergrennen von Oberhallau. Nach weiteren zwei Wochen (9.-10. September) steht dann bereits schon das Heimrennen am Gurnigel vor der Tür.

 

Bis in kürze…

Marcel

 

 

Ranglisten
⇒Gesamtergebnis Rennen 2017
⇒Klassenergebnis Rennen 2017
⇒Kassenergebnis Training 2017
⇒Schweizer Meisterschaft 2017