Podium in Les Rangiers







 

Die Strecke im Jura zählt zur Europa Bergmeisterschaft. Durch das stark international besetzte Starterfeld waren die Anspannung und Erwartung gross bei uns. Zudem jährte sich mein Unfall am 18. August 2013 bereits zum 5. Mal. Die Mutpassage von Les Grippons wurde seit letztem Jahr neu asphaltiert und die zwei Bodenwellen in der Kurvenmitte beseitigt.

 

Mein 1. Trainingslauf verlief ganz ansprechend in 1.50.315 und ich reihte mich gleich hinter Christian Merli (Osella FA30, 1.44.953) und Simone Faggioli (Norma/Zytek, 1.46.890) ein. Hinter mir folgten Fausto Bormolini (Reynard-F3000, 1.52.845), Cyrille Frantz (Osella PA30, 1.55.972) und Diego Degasperi (Osella FA30, 1.56.380).

 

Im 2. und 3. Training verbesserten wir von Lauf zu Lauf die Fahrwerksabstimmung und so konnte ich den Rückstand zu den zwei Topshots des europäischen Bergsports bei etwa 1 Sek/km halten. Jedoch rückten Bormolini, Degasperi und Frantz näher an mich heran.

 

Beim Fahrzeugcheck am Samstagabend stellten wir noch einen durchgeschliffenen Unterboden am LobArt fest, was eine mühselige Reparatur nach sich zog. Aber ihr kennt ja inzwischen mein Team von Steiner Motorsport, die machen das locker!

 

Am Renntag wollte mich ordentlich steigern. Doch bereits beim Start zum 1. Wertungslauf stotterte der Motor im 1. Gang und entfaltete nicht die volle Leistung, wie bereits im 3. Trainingslauf am Vortag. Bis „Le Malrang“, gelang mir ein guter Rennlauf. Ab Ausgang der „Spiegelkurve“ stotterte der Motor wieder und im restlichen Waldbereich konnte ich nicht mehr die volle Leistung nutzen. Am „Petit Susten“, in den drei Spitzkehren, war die Power des Motors wieder da. Trotz diesem Handicap erreichte ich das Ziel in 1.47.702, erneut hinter Simone Faggioli (1.42.710) und Christian Merli (1.44.101).

 

Mit dieser Zeit war ich nicht gerade glücklich und zugleich sehr verunsichert, weil ich ein Video erhielt, auf dem der Motor stark rauchte. Ich befürchtete einen erneuten Motorschaden. Zurück im Fahrerlager machten wir uns auf die Suche nach der Ursache für die Probleme. Den Oelaustritt, der die Rauchfahne erzeugte, konnten wir lokalisieren, für die Aussetzer gab es jedoch kurzfristig keine Erklärung.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl startete ich zum 2. Rennlauf. Am Start erlebte ich genau dasselbe Szenario und auch ab „Le Malrang“ wieder Aussetzer und nicht volle Motorleistung. So war in 1.47.423 bloss eine minimale Steigerung möglich. Dies reichte trotz Respektabstand zum 3. Rang im Gesamtklassement hinter Faggioli und Merli, vor Bormolini, Degasperi und Frantz. Zudem konnte ich mir die vollen Punkte für die Schweizer Bergmeisterschaft sichern.

 

Ranglisten
⇒Gesamtergebnis Rennen
⇒Klassenergebnis Rennen
⇒Klassenergebnis Training