In Reitnau nicht auf Vorjahresniveau








Das Rennwochenende begann schon am Freitag nicht ganz optimal. Am Nachmittag, auf dem Weg nach Reitnau auf der Autobahn, am Teambus plötzlich die Bremse zu schliessen . Mit Müh und Not konnten mein Vater Heinz und Peter Sägesser noch die Raststätte Deitingen erreichen. Vielen Dank an Hans Schmid von Sommer Reisen für den schnellen und fachkundigen Service und Reparatur vor Ort.

Als der Bus mit etwas Verspätung im Fahrerlager ankam, konnten wir die Zelte noch aufbauen und die beiden Rennwagen ausladen.

Den Samstag gingen wir locker an, da Trainingsbeginn erst am Sonntagvormittag war. So konnte ich noch eine Joggingrunde durch den Wald einbauen und hatte genug Zeit für die Streckenbesichtigung und Wagenabnhame.

 

Sonntags war es schon früh heiss und die Rennleitung versuchte den Trainingsbetrieb speditiv über die Bühne zu bringen. Dies schafften sie auch mit Vorsprung auf den Zeitplan, bis sich ein Konkurrent mit seinem Auto überschlug und geborgen werden musste. Dennoch konnten wir in etwa zur geplanten Zeit zum 1. Trainingslauf antreten. Der LobArt fühlte sich eigentlich ganz gut an und mit 49.56 war ich mit meiner Besichtigungsfahrt recht zufrieden. Ich wurde nach dem Zieleinlauf von Eric Berguerand (Lola-F3000,48.25) eines besseren belehrt. Hinter mir klassierten sich Thomas Amweg (Lola-F3000), Simon Hugentobler und Robin Faustini (beide Reynard-F3000) alle mit über 50er-Zeiten.

 

Für die 2. Trainingsfahrt nahm ich recht viele Veränderungen am Fahrwerk vor. Dies fühlte sich auf der Strecke noch besser an und bestätigte sich in derLaufzeit von 48.59. Zudem wurde Eric 0.1 langsamer, was uns zeitlich wieder recht nahe zusammenschob und für Spannung bei den Rennläufen sorgte .

Wir bestückten den LobArt mit neuen Pirellis und passten das Fahrwerk noch leicht an. Leider wurde die Strecke kurz vor unserem Start durch eine lange Ölspur verschmutzt.Die Fahrer waren verunsichert über den Zustand der Strecke. Ich wollte die Ölspur ignorieren, warvon den gelb/roten Flaggen und der schmutzigen Strasse jedoch verunsichert. So erreichte ich das Ziel bloss in 48.98 und mir war sofort klar, dass dies für den Sieg nicht reichen würde. Berguerand liess sich von den Gegebenheiten nicht beeindrucken und fuhr in 47.35 einen neuen Streckenrekord. Ab Rang drei klassierten sich Amweg (49.59), Faustini (51.30), Zemp (52.95) und Zürcher (53.08).

 

Die neuen Reifen legten wir zur Seite, da das Rennen um den Sieg bereits gelaufen war. Mit einer soliden Fahrt (48.51) im 2. Wertungslauf konnte ich mir den 2. Platz im Gesamtklassement sichern. Eric Berguerand (47.22) steigerte sich nochmals und errang Streckenrekord und Tagessieg überlegen - Gratulation Eric! Das Podest komplettierte Thomas Amweg (49.86) vor Robin Faustini (51.22) und dem sensationellen Thomas Zürcher (52.50). Michel Zemp fiel nach einem Fahrfehler leider noch auf den 8. Gesamtrang zurück.

 

Als ich nach der Siegerehrung auf dem Fahrerlagerplatz mit dem Teambus wenden wollte um die Heimreise anzutreten, setzte es gleich das nächste Malheur! Beim Wendemanöver platzte der Druckschlauch von der Servolenkung und ich konnte den Bus nicht mehr lenken. Vielen Dank an die Leute des STV Reitnau, die uns vor Ort tatkräftig beim Organisieren und Reparieren des Buses und beim Reinigen des Platzes unterstützten- coole Truppe!

 

Bereits am kommenden Wochenende sind wir in Massongex beim nächsten Rennen im Einsatz. Natürlich hoffen wir, dies erfolgreicher und ohne Motorschaden wie im letztes Jahr absolvieren zu können!

 

Bis bald…

Marcel

 

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