12. internationales Ibergrennen vom 24. - 25. 6 .2006 in Heiligenstadt














Am Donnerstagabend, nachdem in der Woche zuvor das Rennauto in unserer Garage für den Einsatz am Iberg vorbereitet wurde, konnten wir gegen acht Uhr die Fahrt nach Heiligenstadt unter die Räder nehmen. Heiligenstadt befindet sich im Freistaat Thüringen (ehemalige DDR) ca. 700 km oder etwa 8 Stunden Fahrt von Oberdiesbach entfernt.

 

Nach rund vier Stunden Autobahnfahrt wechselt "Märcu" mit seinem Vater das Lenkrad. Jetzt liegen noch die Kasseler Berge vor uns. Dort geht's rauf und runter, rauf und runter ohne Ende. Die nette Stimme vom Navigationssystem weist uns den Weg bis nach Thüringen. Um vier Uhr morgens erreichen wir endlich Heiligenstadt. Im Fahrerlager, welches sich mitten in einem Stadtteil befindet, haben bereits andere Teilnehmer ihre Zelte aufgeschlagen. Wir sind also nicht die ersten.

 

Am Freitagmorgen ist erst mal Frühstück, um die Ecke, angesagt. Obschon wir es nicht gerade gesucht haben sitzen wir bereits frühmorgens im Pub (wusste gar nicht das man dort auch Frühstücken kann). Na ja, ist ja auch egal. Am Tisch besprechen wir kurz den Tag und verteilen die Aufgaben. Wir laden als erstes die Autos aus und Märcu fährt mit dem mitgebrachten PW zur Streckenbesichtigung. Die Rennstrecke ist für Märcu neu, was sich später bereits als erster Nachteil herausstellt.

 

Am Freitagnachmittag nehmen wir für das erste Training vom Samstagmorgen noch ein paar Änderungen am Martini vor. Der Tag ist schnell vorbei und alle haben schon wieder Hunger. Grill an, Fleisch drauf ein paar feine Salate, welche von Romana (UCM Racing) zubereitet sind, dazu ein paar Bierchen und die gemütliche Runde ist perfekt. Gegen 22:00 Uhr legen sich die ersten bereits ins Bett, andere schauen sich den Fussballmatch Schweiz - Togo an und wiederum andere unterhalten sich mit Ortsansässigen und anderen Teammitgliedern im Pub, gleich um die Ecke.

 

Samstagmorgen acht Uhr: Jetzt gilt's zum ersten mal Ernst. Märcu ist schon eine Stunde früher aufgestanden und joggt noch schnell den Berg hoch, um zu schauen, wo er Minuten später mit dem Martini den "Holzweg" hoch rast. Im ersten Training fährt Märcu  noch mit verhaltenen 58,993 sec. (viertschnellste Zeit) die 2 km lange Bergstrecke hoch. Ziemlich schnell, bedenkt man den Aufwand und die Anreisezeit, dennoch zu langsam gegenüber der Konkurenz. Uwe Lang fährt, vor Herbert Stenger und Patrick Zajelsnick, mit 55.361 sec.

 

Für den zweiten Trainingslauf wechseln wir die hinteren Stossdämpfer und montieren härtere Fahrwerksfedern. Zudem nehmen wir noch ein paar weitere kleinere Set-Up-Abstimmungen vor, welche dann auch gut eine Sekunde einbringen. Uwe Lang konnte sich aber auch um gut eine Sekunde verbessern und fuhr im zweiten Training schon fast seinen Streckenrekord vom Vorjahr. Märcu fährt mit Stenger die schnellste Startzeit - 1,44 sec. Im Gegensatz zu Märcu verliert Stenger in der vierten Kurve mit ca. 192 km/h die Kontrolle über sein Auto und fliegt von der Strecke (wegen eines technnischen Defekts). Der Rennwagen erleidet Totalschaden. Zum Glück hat sich Stenger keine ernsthaften Verletzungen zugezogen. Wir wünschem ihm an dieser Stelle gute Genesung und hoffen, dass er schon bald wieder einsatzfähig ist.

 

Zum dritten Trainingslauf mit dezimiertem Starterfeld (Lang lässt das Training aus, da seiner Meinung nach die Zeit für ihn reicht, Stenger out, Winkler schon im zweiten Training nicht dabei) nehmen wir nochmals einige Fahrwerksabstimmungen vor. Märcu konnte seine Zeit gegenüber dem zweiten Lauf nochmals um fast zwei Sekunden auf 56.292 verbessern.

 

Der ürsprünglich vorgesehene vierte Trainingslauf musste dann wegen Zeitverzögerungen, die durch weitere Ausfälle in anderen Starterfeldern verursacht wurden, abgesagt werden. So blieb uns genügend Zeit, um am Samstagabend das Auto für den ersten Rennlauf vom Sonntag vorzubereiten. Glücklicherweise mussten wir am Sonntagmorgen erst um zehn Uhr startbereit sein. So konnten wir an diesem schönen Abend ohne schlechtes Gewissen das Sommerfest in Heiligenstadt geniessen.

 

Überraschenderweise konnte Märcu seine Zeit im ersten Rennlauf überhaupt nicht unterbieten. Er blieb auf dem vierten Platz mit einer Zeit von 56,297 sec. Patrick Zajelsnick lag, wie schon im ersten Rennlauf, vor Uwe Lang und Bruno Winkler auf dem ersten Platz. Obwohl Märcu im zweiten Durchgang mit 55,543 sec. seinen Rückstand zur Spitze verkleinerte, lag dennoch nur der vierte Platz drin.

 

Top motiviert zum alles entscheidenden dritten Rennlauf wollte Märcu zum Angriff starten. Doch zu unserem grossen Ärger setzte kurz vor Märcu's Start der Regen ein. Obwohl wir es hier nicht gerne zugeben, haben wir alle Zeichen geflucht. Während Zajelsnick, Lang und Winkler noch im Trockenen den Berg hochfahren konnten, öffneten sich die Gewitterwolken direkt über der Rennstrecke und Märcu konnte froh sein, dass er mit denmontierten Slicks überhaupt die Ziellinie erreichte. Die Zeit war natürlich am dementsprechend und die Entscheidung somit gefallen. Leider reichte es nur noch für den vierten Gesamtrang. Schade Schade... Die erhofften Podestplätze in diesem Jahr lassen also noch etwas auf sich warten. 

 

Liebe Grüsse und bis zum nächsten Mal...

 

Weitere Infos zu Ibergrennen findet Ihr unter

 

http://www.ibergrennen.de/

 

Resultate
⇒Gesammtklassement
⇒Klassenergebnis
⇒Gesamtergebnis Training
⇒Klassenergebnis Training
Iberg 2006